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35 Jahre Evangelische Hochschule Dresden


31. Oktober 2026

DRESDEN - Am 30. Oktober 2026 feierte die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) auf ihrem Campus in der Dürerstraße ein Doppeljubiläum: das 35-jährige Bestehen der Hochschule sowie das 25-jährige Jubiläum des ehs Zentrums. Das abwechslungsreiche Programm bot einen gelungenen Rahmen für Begegnungen zwischen ehemaligen und aktuellen Studierenden, Lehrenden, Mitarbeitenden und Wegbegleitern.

Feierlicher Festakt mit Blick in die Zukunft 

Der Nachmittag begann um 15 Uhr mit einem restlos ausgebuchten Festakt im Großen Hörsaal. Durch das Programm führten Prof. Dr. Renate Tewes, die die ehs als Professorin für Pflegewissenschaft und Pflegemanagement repräsentierte, sowie Oberlandeskirchenrat Burkart Pilz als Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Im Mittelpunkt der Veranstaltung mit Gästen aus Politik, Kirche, Praxis und Hochschule stand nicht nur der Rückblick auf 35 erfolgreiche Jahre, sondern vor allem die Zukunftsfrage: Was braucht unsere Gesellschaft von morgen und welchen Beitrag können Wissenschaft und Bildung dazu leisten?

Die Rektorin der Hochschule, Prof. Silke Geithner, betonte, dass die ehs Dresden für Bildung und Wissenschaft mit Haltung stehe. Burkart Pilz sagte in seiner Begrüßung: “Dass so viele Menschen der Einladung zum Jubiläum gefolgt sind, ist ein Zeichen des Vertrauens und der Verbundenheit mit dieser Hochschule” In einer Podiumsdiskussion betonte Landesbischof Tobias Bilz, Bildung ziele immer auf Persönlichkeit. Ganz im Sinne ihres Mottos “”Irgendwas mit Menschen, aber nicht irgendwie" helfe die Ev. Hochschule Dresden ihren Studierenden, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. “Eine Reihe von Trägern, unsere Kirche und die gesamte Gesellschaft profitieren davon”, so Bilz. In einem Redebeitrag zeigte sich die Präsidentin der 29. Landessynode, Gunda Röstel, beeindruckt vom Lebensmut und der Gestaltungsfreude der Studierenden. Sie ermutigte sie, im Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft auch unbequem gegenüber dem Staat und der Kirche zu sein. 

Campusprogramm und Alumni-Ausstellung 

Ab 17 Uhr öffnete sich der Campus für alle Interessierten. In interaktiven Fachforen und Mitmachangeboten präsentierten die Abteilungen ihre aktuelle Arbeit und Forschung aus den Bereichen Soziale Arbeit, Pflege, Kindheitspädagogik, Religions- und Gemeindepädagogik sowie Weiterbildung und Transfer. Einen emotionalen Höhepunkt bot die eigens für das Jubiläum konzipierte Alumni-Ausstellung. Die Porträts zeigten die vielfältigen Lebenswege und Karrieren der Absolventinnen und Absolventen der ehs und boten viel Gesprächsstoff für alte und neue Bekanntschaften.

Jubiläumsparty mit Live-Musik Ab 18:30 Uhr ging der akademische Teil in ein feierliches Abendprogramm über. Besonders bemerkenswert war, dass ein Großteil der auftretenden Künstlerinnen und Künstler eigene Wurzeln an der Hochschule hat. Den Auftakt machte der Kneipenchor Dresden, der einst von ehemaligen ehs-Chorsängern mitgegründet wurde. Anschließend sorgte das Dresdner Brasskollektiv – ebenfalls mit ehs-Alumni in den Reihen – mit Brass, Jazz, Rock und Pop für Stimmung. Das Duo La Rey & Miss Hyde brachte tiefgründigen, deutschsprachigen Hip-Hop auf die Bühne, bevor dj riffelblech und dj schwalm den Abend mit einer bunten Vinyl-Mischung zum Tanzen abschlossen. Bei gutem Essen und Getränken wurde bis in den späten Abend hinein gefeiert und genetzwerkt.

Hintergrund: Evangelische Hochschule Dresden

Die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) ist eine staatlich anerkannte Hochschule für angewandte Wissenschaften (Fachhochschule) in kirchlicher Trägerschaft. Sie wurde 1991 gegründet und hat ihren Hauptcampus in der Dürerstraße in Dresden.

Der fachliche Fokus der ehs liegt auf sozialen, pädagogischen und pflegerischen Berufen. Zu den Kernstudiengängen gehören Soziale Arbeit, Kindheitspädagogik, Pflege (Pflegewissenschaft/Pflegemanagement) sowie seit 2020 auch Religions- und Gemeindepädagogik. In sechs Fachrichtungen bietet die Hochschule aktuell 11 Studiengänge, davon vier Masterstudiengänge, an. Neben dem Hauptcampus in Dresden gehört seit 2020 auch der Campus im nahegelegenen Moritzburg, an dem insbesondere die religions- und gemeindepädagogischen Angebote verortet sind, zur ehs.

Getragen wird die Hochschule vom Freistaat Sachsen und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Das Leitbild orientiert sich am christlichen Menschenbild, das Studium steht jedoch ausdrücklich Menschen aller Konfessionen und Weltanschauungen offen.

Ein wichtiges Standbein neben der Lehre ist die angewandte Forschung sowie der Praxistransfer. Diese Aufgaben werden maßgeblich durch das ehs Zentrum gebündelt, welches wissenschaftliche Weiterbildungen und Forschungsprojekte organisiert. Die Hochschule zeichnet sich durch eine enge Verzahnung von wissenschaftlicher Theorie und direkter Praxis aus und bereitet ihre rund 700 bis 800 Studierenden gezielt auf die Arbeit mit und für Menschen vor. 

Mehr Informationen auf der Website der ehs

Podiumsdiskussion u.a. mit Landesbischof Tobias Bilz, Landtagspräsident Alexander Dierks, Rektorin Prof. Dr. Silke Geithner, dem Vorsitzenden der Diakonie Sachsen Dietrich Bauer und einer Studierenden, moderiert von OLKR Burkart Pilz und Prof. Dr. Renate Tewes
Synodalpräsidentin Gunda Röstel spricht ein kurzes Grußwort

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