Alle Nachrichten

Nachricht

Bereich

Abschied von Weihnachten


29. Januar 2024

„Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan.“ Gal.4,4 

DRESDEN – Mit Lichtmess (Tag der Darstellung Jesu im Tempel) am 2. Februar endet die Weihnachtszeit nach dem letzten Sonntag nach Epiphanias. Dieser kirchliche Feiertag entstand im vierten Jahrhundert in Jerusalem als Nebenfest von Christi Geburt. Er bestimmt noch die laufende Woche bis vor den Sonntag Sexagesimae, an dem die liturgische Farbe von weiß auf grün wechselt.

Die Gottesdienste und Andachten am letzten Wochenende standen noch unter dem Stern, der nach dem 2. Februar wieder ausgemacht und abgenommen wird. Im Erzgebirge und im Vogtland erlöschen in der Öffentlichkeit die Schwibbögen und die Großpyramiden werden an diesem Abend angehalten. Hier markiert traditionell Lichtmess den Übergang von der Winter- und Weihnachtszeit zur Vorfastenzeit.

Im erzgebirgischen Zwönitz wird das Ende der Weihnachtszeit traditionell in besonderer Weise mit Stadtführung mit Kirchturmbesichtigung, mit Konzert in der Trinitatiskirche sowie mit Bühnenprogramm ab 17:00 Uhr öffentlich auf dem Markt begangen. Um 18:00 Uhr heißt es LICHT AUS! mit dem Ruf des Bürgermeisters. Die Weihnachtsbeleuchtung erlischt, der große Tannenbaum verliert seinen Lichterglanz und die Pyramide wird angehalten. Eine Andacht mit Kerzensegnung schließt sich in der katholischen Kirche an.
In Rechenberg-Bienenmühle trifft man sich am 2. Februar um 17:00 Uhr zu einer Bläserandacht auf dem Edeka-Parkplatz Bienenmühle.

Ein Gottesdienst zu Lichtmess mit Lichterprozession findet um 18:00 Uhr in der Kirche in Börln bei Dahlen im Leipziger Land statt. Um 19:00 Uhr wird zur Andacht zu Mariä Lichtmess in die Auenkirche in Markkleeberg-Ost eingeladen.
In Leipzig wird in der Nikolaikirche um 18:00 Uhr ein katholischer Festgottesdienst mit einer Bach-Kantate gefeiert. Ebenfalls mit einer Bach-Kantate wird zur gleichen Zeit in der Peterskirche ein Gottesdienst begangen sowie ein Gottesdienst in der Nathanaelkirche in Leipzig-Lindenau.

Zu einem Gottesdienst nach der Vesperordnung wird am 2. Februar in Dresden-Strehlen um 18:00 Uhr in das Gemeindehaus (Elsa-Brändström-Str. 1) eingeladen.
Der Lichtergottesdienst in Strauch bei Großenhain beginnt um 19:00 Uhr.
Im ostsächsischen Gaußig findet um 18:00 Uhr ein Sakramentsgottesdienst zu Maria Lichtmess mit Kerzensegnung statt.

Im Vogtland treffen sich um 19:30 Uhr unter Leitung von Kirchenmusikdirektor Ulrich Meier die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Gregorianik-Seminars zu einer Gregorianischen Vesper in der Auerbacher St. Laurentiuskirche.
In Reichenbach erklingt am Sonntag, 4. Februar, zum Ende der Weihnachtszeit um 17:00 Uhr in der Trinitatiskirche eine Vesper mit der Neuen Kantorei, Sound of Joy, dem Posaunenchor und mit Instrumentalisten unter Leitung von Andreas Kamprad.

Tags zuvor am 3. Februar findet um 17:00 Uhr traditionelle Vesper zu Lichtmess in der Dresdner Kreuzkirche mit der Capella Sanctae Crucis Dresden statt. Am Schluss des liturgischen Ablaufs wird bei Auszug das Friedenslicht von Bethlehem hinaus in die Welt getragen. Dazu wird gemeinsam das Kirchlied „O Bethlehem, du kleine Stadt“ gesungen.
Am nächsten Tag, 4. Februar steht noch mal der Fest- und Sakramentsgottesdienst mit musikalischer Begleitung unter dem Thema.  
Am Abend lädt die Dresdner Laurentiuskirchgemeinde um 18:00 Uhr zu einer Evangelischen Messe in die Weinbergskirche in Dresden-Trachenberge ein.

Hintergrund

Das Fest der „Darstellung des Herrn” wird vierzig Tage nach Weihnachten als Abschluss der weihnachtlichen Feste gefeiert. Der früher gebräuchliche Name Mariä „Purificatio”, „Reinigung”, erinnert an den jüdischen Brauch, auf den sich das Fest bezieht: Nach den Vorschriften des Alten Testaments galt die Mutter vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein. Die Frau musste ein Reinigungsopfer darbringen… Sie pilgerte also zu ihrer „Reinigung” in den Tempel nach Jerusalem und Jesus kam erstmals in die Stadt.

Da Jesus der erste Sohn war, galt er als Eigentum Gottes und musste von den Eltern zuerst ausgelöst werden: er wurde zum Priester gebracht und vor Gott „dargestellt”. Als die Eltern zu diesem Zweck in den Tempel kamen, begegneten sie dem betagten Simeon und der Prophetin Hanna, die erkannten, dass Jesus kein gewöhnliches Kind ist und ihn als den Erlöser Israels priesen (Lukasevangelium 2, 21-40). (Q: Ökumenisches Heiligenlexikon)

Spätgotischer Flügelaltar (1518) der evangelischen Dorfkirche im sächsischen Seifersdorf. Das Bild in der Wandlung zeigt Jesu Beschneidung (Darbringung). Josef hat zwei Tauben als Gabe mitgebracht.
Musik zum Ausklang der Weihnachtszeit in Reichenbach

Teilen Sie diese Seite