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Fachtag »Kirche im Wandel« in Freiberg


21. September 2026

FREIBERG - In der Petrikirche in Freiberg kamen am 19. September 2026 ca. 130 ehrenamtliche Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus ganz Sachsen zu einem Fachtag zum Prozess »Kirche im Wandel« zusammen. Nach einer Andacht von Landesbischof Tobias Bilz und einführenden Vorträgen zum aktuellen Stand des Prozesses wurde in Arbeitsgruppen und im Plenum über die Inhalte des im Februar 2026 von der Kirchenleitung vorgelegten Abschlussberichtes »Kirche im Wandel« diskutiert. Die Mitglieder der Kirchenleitung waren vor allem in einer hörenden Rolle dabei - der Fokus war heute auf die Basis gerichtet, denn die Perspektiven und Erfahrungen der ehrenamtlich Engagierten sollen in den weiteren Prozess einfließen. 

Diskutiert wurde besonders intensiv über den zukünftigen Status der Ortsgemeinden und deren Verhältnis zu regionalen Strukturen, über die künftige Rolle und Qualifikation von Haupt- und Ehrenamtlichen sowie über Möglichkeiten und Herausforderungen von Verkündigung, Leitung und Verwaltung in den vorgeschlagenen Regionalstrukturen. Neben den sehr vielfältigen Gemeindesituationen, aus denen die Teilnehmenden kamen, waren auch Erfahrungen und Sichtweisen sehr unterschiedlich. Einig waren sich alle darin, dass ein solcher Austausch wichtig und sinnvoll sei und dringend mehr Möglichkeiten dafür geschaffen werden müssten. 

Neben Landesbischof Tobias Bilz war auch die Präsidentin der 29. Landessynode, Gunda Röstel, dabei. Gunda Röstel dankte den Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern für ihre wichtige Arbeit und stellte klar, dass der Bericht »Kirche im Wandel« Vorschläge und Empfehlungen beinhalte, aber noch nichts beschlossen sei. Das Veränderungen notwendig seien, darin bestehe kein Zweifel. „Nichts zu tun ist keine Lösung“, stellte sie klar. Entscheidend sei aber, von den Aufgaben her zu denken: »Strukturen folgen den Aufgaben, nicht umgekehrt.« Der Reformprozess werde ein Schwerpunkt der Synodenlegislatur sein. Dabei dürfe auch gestritten werden, aber das Einteilen in »die da oben« und „die da unten“ sollte es nicht geben. 

Landesbischof Bilz machte in seinem abschließenden Impuls deutlich: »Ich bin ermutigt von diesem Tag und danke allen für die Klarheit dessen, was sie ausgesprochen haben. Ich wünsche mir neben aller Individualität, dass wir uns als eine Dienst- und Weggemeinschaft verstehen, in der wir miteinander im Gespräch sind. Auf diesem Weg sind wir nicht allein, sondern werden geführt und begleitet von Gott.« 

Die Bildergalerie und ausführlichere Informationen zu Kirche im Wandel.

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