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Johannisfeiern in Kirchen und auf Friedhöfen in Sachsen
18. Juni 2026
Kirchgemeinden laden zu Gottesdiensten, Andachten und Johannisfeuern ein
DRESDEN – Den Johannistag am 24. Juni feiern viele Kirchgemeinden in Sachsen traditionell mit Gottesdiensten, Konzerten und Andachten in Kirchen und auf Friedhöfen. Oft wird in den Abendstunden auch zum Johannisfeuer eingeladen. Am Johannistag erinnern Christinnen und Christen an die Geburt Johannes des Täufers, der später als Bußprediger am Jordan Jesus getauft hat.
In diesem Jahr fällt der Johannistag auf einem Mittwoch. Einige Veranstaltungen finden daher schon einige Tage davor statt.
Am Samstag, 20. Juni, wird zum Beispiel zu einer ökumenischen Johannisfeier unter der Begleitung des Posaunenchores ab 18:00 Uhr im Gemeindezentrum Dresden-Niedersedlitz eingeladen.
Am Johannistag selbst finden zahlreiche Abendandachten und Gottesdienste in ganz Sachsen statt. Ab 18:00 Uhr laden die Gemeinden der Landeskirche zu Andachten auf den Friedhof oder in die Kirche ein. An vielen Orten werden die Andachten von Posaunenmusik begleitet. Im Anschluss laden einige Gemeinden noch zum gemeinsamen Grillen oder an das traditionelle Johannisfeuer ein.
Andachten finden zum Beispiel im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz auf den Friedhöfen Rammenau, Bretnig und Fischbach statt. Im Leipziger Land werden laden wird zu Johannisandachten nach Colditz, Großbothen und Grethen eingeladen. Im Kirchenbezirk Meißen-Großenhain gibt es in Steinbach, Strauch und Bämsdorf nach den Andachten noch ein »Gemütliches Zusammensein«.
Eine ausführliche Übersicht zu allen Andachten und Gottesdiensten zum Johannistag vom Vogtland bis zum Oberlausitzer Dreiländereck ist auf der Webseite der Landeskirche oder bei den einzelnen Gemeinden vor Ort zu finden.
Hintergrund zum Johannistag,
Der Johannistag am 24. Juni erinnert an die Geburt Johannes des Täufers, der den Überlieferungen zufolge sechs Monate älter war als Jesus Christus. Johannes der Täufer war ein Wegbereiter Jesu. Er sagte einmal über ihn: »Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.« Deshalb denken Christinnen und Christen am Johannistag, dem hellen Scheitelpunkt des Jahres, auch an den Wandel im Leben, das vom Wachsen und Vergehen gleichermaßen bestimmt ist. Traditionell beginnt mit dem Johannistag die Erntesaison und einzelne Blumen und Früchte, die rund um den Johannistag reifen und blühen, tragen dies in ihrem Namen - so das Johanniskraut und die Johannisbeeren.
Kampagne »Was bleibt, bewegt.«
Auf der Höhe des Jahres gehen Christinnen und Christen auf die kürzer werdenden Tage und zugleich auf die Geburt Jesu am Jahresende zu, die für Hoffnung trotz Dunkelheit, Schuld und Unfrieden steht. Der Friedhof ist ein Ort der Hoffnung. Nach christlichem Glauben endet das Leben nicht an den Gräbern. Darauf aufmerksam macht auch die Kampagne der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens: »Was bleibt, bewegt. Friedhof. Ein Ort für alle.«
Die Lebendigkeit kirchlicher Friedhöfe zeigt sich nicht zuletzt an den vielen Veranstaltungen am Johannistag, oft mit Bläsermusik, zu denen alle eingeladen sind, unabhängig davon, ob Jemand der Kirche angehört oder nicht. Die Gemeinschaft auf den Friedhöfen, in Pfarrgärten, an der Kaffeetafel und am Johannisfeuer ist ein eigenes starkes Hoffnungszeichen für guttuende Begegnung, für Gespräch und für Austausch.