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Landeskirche betont die Bedeutung ihrer rund 1.200 Friedhöfe als »Orte für alle«


05. Mai 2026

Novellierung des sächsischen Bestattungsgesetzes

DRESDEN - Anlässlich der aktuellen Novellierung des sächsischen Bestattungsgesetzes rückt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens (EVLKS) die unverzichtbare gesellschaftliche, kulturelle und ökologische Bedeutung von Friedhöfen in den Fokus. Mit rund 1.200 Friedhöfen in evangelisch-lutherischer Trägerschaft pflegt die Landeskirche ein enges Netz an Orten der Erinnerung, der Ruhe und der Begegnung, das tief in fast allen sächsischen Dörfern, Städten und Stadtteilen verwurzelt ist.

Ein offener Ort für alle Menschen – unabhängig von der Konfession

Friedhöfe sind weit mehr als nur Orte des Abschieds; sie sind vor allem Orte des Lebens. »Unsere Friedhöfe stehen allen Menschen offen, sieben Tage in der Woche. Für eine Beisetzung auf einem kirchlichen Friedhof ist ausdrücklich keine Zugehörigkeit zur Kirche erforderlich«, betont Oberlandeskirchenrätin Carmen Kuhn, die als Dezernentin für das Friedhofswesen der sächsischen Landeskirche verantwortlich ist.

Die kirchlichen Friedhöfe bieten Raum für Trauer und Trost, sind aber ebenso Ruheoasen und Begegnungsstätten, in denen Menschen in schweren Lebenssituationen Kraft schöpfen können. Für Christinnen und Christen sind sie darüber hinaus Orte der Hoffnung auf das ewige Leben, das nicht an den Gräbern endet.

Grüne Oasen und Zeugnisse sächsischer Kultur

Neben ihrer Funktion als Räume der Erinnerung leisten die kirchlichen Friedhöfe einen enormen ökologischen Beitrag. Mit ihrem oft alten Baumbestand und dem Schutz durch ihre Umfriedung sind sie wichtige Trittsteine im Naturverbund. Als geschützter Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Insektenarten sowie als »grüne Lungen« haben sie, gerade in den Städten, eine maßgebliche und positive Auswirkung auf ein gesundes Stadtklima. Gleichzeitig sind sie durch ihre individuelle Gestaltung und Historie vielfältige Zeugnisse der sächsischen Kulturgeschichte, die es zu bewahren und behutsam weiterzuentwickeln gilt.

Bestattungskultur im Wandel aktiv begleiten

»Die Diskussionen um das neue sächsische Bestattungsgesetz zeigen, dass sich die Wünsche an Abschied und Trauer verändern«, sagt Carmen Kuhn und betont: »Die rund 1.200 kirchlichen Friedhöfe in Sachsen stellen sich diesem Wandel aktiv und offen. Sie bieten vielfältige, auch neue und individuelle Bestattungsformen an und bleiben dabei verlässliche, tröstliche und öffentliche Einrichtungen in unserer Gesellschaft.«

Kampagne »Was bleibt, bewegt«

Zur Unterstützung des Erhalts der Friedhofslandschaft in Sachsen hat die Landeskirche eine Kampagne gestartet. Unter dem Titel »Was bleibt, bewegt! Der Friedhof. Ein Ort für alle.« wird betont, dass die Friedhöfe und die christliche Bestattungskultur für die Gesellschaft eine wichtige Funktion haben, die es zu erhalten und unterstützen gilt.

Weitere Informationen zur Kampagne, zu den vielfältigen Facetten der Friedhöfe sowie umfangreiches Informations- und Bildmaterial finden sich auf der Kampagnen-Website.

Foto: EVLKS

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