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Landeskirchliches Archiv Dresden öffnet seine Türen zum »Tag der Archive«


04. März 2026

Ausstellung und Führungen rund um das Thema »Alte Heimat – Neue Heimat«

DRESDEN – Das Landeskirchliche Archiv der sächsischen Landeskirche lädt am 7. März 2026 von 10:00 Uhr – 15:30 Uhr anlässlich des deutschlandweiten »Tages der Archive« unter dem Motto »Alte Heimat – Neue Heimat« zu einem Besuch ein.

Die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs, Kristin Schubert, macht deutlich: »In unserem neugebauten Archiv schaffen wir eine neue Heimat für das Archiv- und Bibliotheksgut, das in vielen Facetten von seiner alten Heimat erzählt.«

Ausstellung und Führungen zum Tag der Archive

Bereits im Foyer werden die Besucherinnen und Besucher am 7. März 2026 mit einer kleinen Ausstellung von Archivgut in zwei Vitrinen rund um das Thema empfangen. Um 10.00 Uhr und um 13.00 Uhr wird in kleinen Präsentationen etwas über die im Landeskirchlichen Archiv aufbewahrten Dokumente zum Motto des Tages und damit auch mehr über die Bestände im Archiv erzählt. In der sich anschließenden Führung durch die öffentlichen und nichtöffentlichen Bereiche des Archivs können die Besucherinnen und Besucher dann die neue Heimat der Archiv- und Bibliotheksbestände näher kennenlernen. Darüber hinaus wird eine im Vortragsraum durchlaufende Präsentation bildlich die alte Heimat des Landeskirchenarchivs im Gebäude des Landeskirchenamtes und die neue Heimat im Archivneubau aufzeigen. Mitarbeitende des Archivs stehen den Besucherinnen und Besuchern den gesamten Tag für Fragen zur Verfügung. Für die Führungen wird um Anmeldung gebeten.

»Alte Heimat – Neue Heimat« – ein Motto mit zahlreichen Bezügen zum Landeskirchlichen Archiv

Kristin Schubert erläutert: »Der Begriff Heimat widerspiegelt sich in unseren Beständen vielfältig - ob im Nachlass von Esther von Kirchbach in Manuskripten, ob im Merkblatt für die Christliche Pfadfinderschaft zum Thema Heimat oder in zahlreichen Dokumenten zur Seelsorge in Umsiedlerlagern oder der Beschäftigung von Flüchtlingspfarrern.«

Nachdem im Jahre 1609 die freie Religionsausübung in Böhmen garantiert worden sei, zeigten Dokumente in Bestand des Landeskirchlichen Archivs zu den Böhmischen Exulanten eindrücklich den Aufbau der protestantischen Salvatorgemeinde in Prag. »Nach der ab 1620 einsetzenden Vertreibung der Protestanten aus der alten Heimat fanden die deutschsprachigen lutherischen Exulanten in den sächsischen lutherischen Gemeinden eine neue Heimat, vor allem in Pirna und Dresden«, berichtet Schubert.

Der Verlust der alten Heimat und die Suche nach einer neuen Heimat sei auch durch wirtschaftliche Faktoren beeinflusst worden. Das zeige sich bei Kirchgemeinden, die aufgrund des Braunkohlebergbaus aufgegeben werden mussten. »Ein spektakuläres Beispiel ist die Versetzung der Heuersdorfer Emmauskirche nach Borna aufgrund der Devastierung im Jahre 2007«, so Schubert.

Auch das Archiv selbst biete Anknüpfungspunkte zum Thema. »Das alte Landeskirchenarchiv war in Sockelgeschoss und Tiefkeller im Gebäude des Ev.-Luth. Landeskirchenamtes Sachsens beheimatet. Nach dem Neubau mit Raum für 23000 laufende Meter Akten habe das Archiv seit 2022 eine neue Heimat. Auch Kirchgemeindearchive erhalten hier eine neue Heimat und können die alte Heimat mit oft schwierigen Aufbewahrungsbedingungen verlassen«, so Schubert.

Weitere Informationen zum Landeskirchlichen Archiv sind auf der Website und dem Instagram-Kanal zu finden.

Außenansicht des Landeskirchlichen Archivs | © Till Schuster

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