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Ulrike Fröhlich ist die neue Referentin für Friedhofsangelegenheiten
06. August 2026
Mit erzgebirgischen Wurzeln und internationalen Erfahrungen in Organisationsentwicklung übernimmt sie ein Arbeitsfeld, das sich selbst im Wandel befindet
DRESDEN – Zum 1. August 2026 übernimmt Ulrike Fröhlich das Referat für Friedhofsangelegenheiten im Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamt Sachsens von Kirchenverwaltungsrat Holger Enke, der am 17. Juli 2026 in den Ruhestand verabschiedet worden ist. Ulrike Fröhlich ist bereits seit Februar 2026 im Dezernat für Grundstücks-, Bau- und Friedhofswesen tätig und hat sich in den vergangenen Monaten intensiv in das neue Aufgabengebiet eingearbeitet.
In ihrer neuen Aufgabe wird Ulrike Fröhlich die konzeptionelle Weiterentwicklung des kirchlichen Friedhofswesens in Sachsen begleiten, Friedhofsträger und Regionalkirchenämter beraten sowie Impulse für die Gestaltung zukunftsfähiger Strukturen geben. Mit rund 1.200 kirchlichen Friedhöfen prägt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens die Bestattungs- und Erinnerungskultur im Freistaat wesentlich. Dabei steht das kirchliche Friedhofswesen vor vielfältigen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten: Gesellschaftliche Veränderungen, neue Formen der Bestattung und veränderte Bedürfnisse von Menschen erfordern neue Perspektiven, damit Friedhöfe auch künftig Orte der Trauer, Erinnerung, Begegnung und kirchlichen Präsenz im Sozialraum bleiben. Für diese Entwicklungsprozesse bringt Ulrike Fröhlich ihre langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Organisationen, der Gestaltung von Prozessen sowie der Begleitung von Menschen und Veränderungsprozessen ein.
»Ich freue mich darauf, gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort die Zukunft des kirchlichen Friedhofswesens mitzugestalten und diese vielfältigen Orte weiterzuentwickeln«, sagt Ulrike Fröhlich, die ihre Rolle im Gestalten, Vermitteln und Begleiten der kirchlichen Friedhofsträger in Sachsen sieht. »Friedhöfe sind für mich besondere Orte, an denen Erinnerung bewahrt, Trauer Raum gegeben und Begegnung ermöglicht wird. Sie erzählen die Geschichten von Menschen und Orten, verbinden Vergangenheit und Gegenwart und leisten damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft«, betont Ulrike Fröhlich.
Zur Person
Die gebürtige Westerzgebirgerin wuchs in Stützengrün auf und legte am Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium in Schneeberg ihr Abitur ab. Nach einem Au-pair-Aufenthalt in New York studierte sie Europa-Studien mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung an der Technischen Universität Chemnitz und absolvierte anschließend den Masterstudiengang International Business an der Aarhus University in Dänemark. Studien- und Auslandsaufenthalte in Finnland, Dänemark, den USA und Neuseeland prägten ihre internationale Perspektive und interkulturelle Erfahrung.
Nach ihrem Studium begann sie 2011 ihre berufliche Laufbahn bei der Fenix Outdoor International AG. Dort übernahm sie verschiedene Fach- und Leitungspositionen im europäischen Umfeld und gestaltete die strategische Weiterentwicklung von Organisationen, Strukturen und Prozessen mit. Zuletzt verantwortete sie die strategische und operative Leitung des europäischen Geschäftsbereichs der Fenix Outdoor International AG mit den Vertriebskanälen Online-Handel und eigene Markenstores.
Mit dem Wechsel in das Evangelisch-Lutherische Landeskirchenamt Sachsens verbindet Ulrike Fröhlich den Wunsch, ihre Erfahrungen aus internationaler Leitungs- und Entwicklungsarbeit künftig in einem werteorientierten Umfeld einzubringen. Ihr besonderes Interesse gilt der Friedhofs- und Erinnerungskultur sowie der Bedeutung kirchlicher Friedhöfe als Orte des Gedenkens, der Begegnung und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Nach vielen Jahren im Ausland kehrt sie bewusst in ihre sächsische Heimat zurück und möchte gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort die Zukunft des kirchlichen Friedhofswesens begleiten und mitgestalten.