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Veranstaltungsreihe zu Frauenbiografien in Sachsen


28. Januar 2026

Schätze und Geschichten aus der Klosterbibliothek des Freiberger Magdalenerinnenklosters am 6. Februar in Dresden

DRESDEN – Mit einer Veranstaltungsreihe möchte die Gleichstellungsbeauftragte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Kathrin Wallrabe, auf Biografien und Orte besonderer Frauen im kirchlichen Kontext aufmerksam machen. »Biografien und Lebenswege von Frauen sind oft weniger bekannt oder finden in der Erinnerungskultur kaum Platz«, so Wallrabe. Dabei habe es schon immer Frauen gegeben, die politischen Auseinandersetzungen nicht scheuten, die sich gegen Ungerechtigkeiten wehrten, die vorgeschriebene Lebenswege in Frage stellten und sich umfassende Bildung aneigneten. »Die Veranstaltungsreihe möchte exemplarisch mit einer Auswahl dieser Biografien bekannt machen und zur Auseinandersetzung und dem Austausch zu diesem Thema anregen«, erläutert die Initiatorin.

Auftakt zur Büchersammlung des Freiberger Magdalenerinnenklosters

Den Auftakt der Veranstaltungsreihe bildet am 6. Februar 2026 um 16:00 Uhr ein Vortrag »Frauenklöster als Ort der Bildung und geist(l)icher Auseinandersetzung – Schätze und Geschichten aus der Klosterbibliothek« in der Bibliothek im Dresdner Landeskirchenamt (Lukasstraße 6). Referentin ist Frau Dr. Johanna Liedke, welche sich intensiv mit der Büchersammlung des Freiberger Magdalenerinnen-klosters beschäftigt hat, die sich in der Bibliothek der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens in Dresden befindet.

Die 49 erhaltenen Bände der Büchersammlung lassen die Bildung der Nonnen im Kloster und ihre geistliche Prägung deutlich werden. Das Kloster gehörte zu den Ordensneugründungen im 13. Jahrhundert. Nonnen brachten damals Bücher mit ins Kloster, so zum Beispiel Katharina Simich, Tochter eines Freiberger Ratsherren, oder Margaretha von Schönberg, die letzte Subpriorin des Klosters. Von Ursula von Münsterberg, sind Geschichten zu reformatorischen Schriften und den Konflikten um sie überliefert.

Zur Veranstaltungsreihe »Wandern und entdecken – Frauenorte«

Die Lebenswege von Katharina von Bora (1499-1552) und Magdalena von Staubitz (1485-1548) – zwei geflohenen Nonnen - werden beim Rundgang in der Klosterruine Nimbschen zur Sprache kommen.  Mechthild von Magdeburg (1207-1282) lebte als gebildete Mystikerin im Kloster Helfta. Elisabeth von Rochlitz (1502 – 1557) war Erbprinzessin in Sachsen und galt als Förderin der Reformation. Henriette Katharina Freifrau von Gersdorff (1648-1726), die Großmutter Zinzendorfs, förderte die Herrnhuter Gemeine finanziell und trat für ein weltoffenes tätiges Christentum ein. Adelheid von Meißen erlebte als Königin von Böhmen, wie Heiratspolitik als Machtinstrument eingesetzt wurde. Sie starb 1211 im Zisterzienserkloster zum Heiligen Kreuz in Meißen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe werden Wanderungen, Begegnungen und Vorträge u.a. in Radebeul, in der Klosterruine Nimbschen, im Schloss Rochlitz, im Schloss Berthelsdorf und in der Klosterruine »Zum Heiligen Kreuz« bei Meißen angeboten.

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