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Sächsische Kirchgemeinden feiern Weltgebetstag
27. Februar 2026
Gottesdienste mit Liedern, Texten und Speisen aus Nigeria
DRESDEN – Am Freitag, dem 6. März 2026, und dem darauffolgenden Wochenende feiern viele Kirchgemeinden in Sachsen den Weltgebetstag. Die Gottesdienste zum Weltgebetstag stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Kommt! Bringt eure Last.“ Sie werden nach einer Liturgie gefeiert, die Christinnen aus Nigeria erarbeitet haben. Im Fokus der Gottesdienste steht die Einladung aus Matthäus 11,28-30. „In einer Zeit, in der Menschen auf der ganzen Welt schwere Lasten zu tragen haben, bieten unsere nigerianischen Schwestern tiefgründige Erkenntnisse darüber, wie man in Gott Ruhe und Erholung findet“, schreibt Katie Reimer, Geschäftsführerin des Internationalen Weltgebetstagskomitees.
Die Lebenssituation und die Traditionen der nigerianischen Christinnen stehen im Mittelpunkt der Gottesdienste und Veranstaltungen zum Weltgebetstag, zu denen meist auch Informationen zum Land und eine Verkostung landestypischer Speisen gehören.
In den Gemeinden der sächsischen Landeskirche werden die Gottesdienste zum Weltgebetstag meist durch engagierte Frauen vor Ort vorbereitet und organisiert. Diese werden durch die Frauenarbeit der Landeskirche mit Materialien unterstützt und in der Vorbereitung begleitet.
»Im Gottesdienst erfahren wir über die Lasten der Frauen aus Nigeria und das, was sie in ihrem Glauben trägt und ihnen Hoffnung schenkt«, sagt Peggy Rühle, Mitarbeiterin der sächsischen Frauenarbeit. »In Gebeten, Liedern und berührenden Lebensgeschichten berichten die Frauen vom Mut alleinerziehender Mütter, von Stärke durch Gemeinschaft, vom Glauben inmitten der Angst und von der Kraft, selbst unter schwersten Bedingungen durchzuhalten und weiterzumachen.«
Ausgewählte Gottesdienste in Sachsen
In ganz Sachsen finden am Nachmittag und Abend des 6. März und zum Teil auch noch am Wochenende Veranstaltungen und Gottesdienste zum Weltgebetstag statt. Eine Übersicht über alle Veranstaltungen findet sich im Kalender der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens.
In Dresden lädt die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Blasewitz gemeinsam mit der katholischen und der methodistischen Gemeinde zu einem Ökumenischen Weltgebetstagsgottesdienst am 6. März um 19:00 Uhr in die Methodistische Zionskirche (Augsburger Straße 59) ein. Mit einem Ökumenischen Gottesdienst und einem anschließenden Essen feiern auch die Laurentiuskirchgemeinde Dresden-Neustadt und die katholische Gemeinde St. Martin um 19:00 Uhr den Weltgebetstag im Gemeindehaus St. Martin (Stauffenbergallee 9). In Dresden-Löbtau wird der Weltgebetstag ebenfalls ökumenisch gestaltet: In der Katholischen Kirche Sankt Antonius Dresden-Löbtau wird um 17:00 Uhr zu einer Ländervorstellung und 18:30 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Auch mehrere Dresdner Innenstadtgemeinden verschiedener Konfessionen feiern den Weltgebetstag gemeinsam. Es beginnt 17:00 Uhr mit einer Länderinformation, Imbiss und Tänzen im Johanneshaus (Haydnstr. 23) und wird um 19:00 Uhr mit einem Gottesdienst mit der Lukas-Band in der Herz-Jesu-Kirche (Borsbergstr. 15) fortgesetzt. Besondere Akzente setzen landestypische Tänze unter Anleitung einer Tanzpädagogin sowie die Live-Musik der Lukas-Band. In Dresden-Klotzsche wird gleich zweimal zu Weltgebetstagsgottesdiensten eingeladen. Am 6. März findet um 19:00 Uhr im Gemeindehaus Alte Post ein Gottesdienst mit Gospelchor und nigerianischen Köstlichkeiten statt und am Sonntag, 8. März, wird nochmals zu einem Familiengottesdienst um 10:00 Uhr mit Gospelchor, Spielen und Verkosten eingeladen. Auch in der Jakobikirchgemeinde kann der Weltgebetstag zweimal gefeiert werden: Am 6. März um 18:00 Uhr wird in die St. Pauluskirche (Bernhardstraße 42) zu einer Weltgebetstagsandacht mit Informationen über Nigeria und einem landestypischen Imbiss und am 8. März um 11:00 Uhr ins Gemeindehaus Coschütz zu einem Gottesdienst mit anschließendem Imbiss eingeladen.
In Leipzig wird bereits am Nachmittag zu ersten Weltgebetstagsfeiern eingeladen. So finden im Kirchgemeindesaal Leipzig-Lößnig um 15:00 Uhr, in der Pauluskirche Leipzig-Grünau um 15:30 Uhr und in der Kirche Baalsdorf um 16:00 Uhr Gottesdienste statt. Zu einem Ökumenischer Gottesdienst zum Weltgebetstag wird um 17:00 Uhr in die Gedächtniskirche Leipzig-Schönefeld eingeladen. Anschließend gibt es landestypisches Essen in der katholischen Gemeinde (Ossietzkystr. 60). Um 18:00 Uhr beginnen Weltgebetstagsfeiern u.a. in der Hoffnungskirche Knauthain, in der Krypta der Heilig-Kreuz-Kirche Leipzig, im Ev. Kindergarten Zwenkau, im Gemeindesaal der Kirche Sommerfeld, Dietrich-Bonhoeffer-Haus Gohlis, in der Gustav-Adolf-Kirche Lindenthal und im Gemeindehaus Volkmarsdorf. Im Gemeindezentrum Westkreuz wird um 19:00 Uhr zum Gottesdienst zum Weltgebetstag eingeladen und in der Kirche Hohenheida findet die Weltgebetstagsfeier am Samstag, 7. März, um 15:00 Uhr statt.
In Chemnitz findet im Gemeindehaus der St.-Nikolai-Thomas-Kirchgemeinde am 6. März um 17:00 Uhr ein Weltgebetstagsgottesdienst mit Kindergottesdienst statt. Der Frauenkreis der St. Matthäuskirchgemeinde lädt zur selben Zeit zur Feier des Weltgebetstages in die St. Matthäuskirche (Zinzendorfstraße) ein. Um 19.30 Uhr wird der Weltgebetstag dann im evangelischen Kirchgemeindehaus in Burgstädt gefeiert.
Die Freiberger Domgemeinde lädt am 6. März zu zwei Weltgebetstagsfeiern ein: Um 18:00 Uhr findet eine Feier im Gemeindesaal Großschirma
statt und um 19:00 Uhr ein Gottesdienst in der Friedenskirche (Talstraße 15) in Freiberg, wo man im Anschluss nach dem Gottesdienst bei einem nigerianischen Imbiss mit Frauen aus Nigeria ins Gespräch kommen kann.
In Ostsachsen wird zu Weltgebetstagsgottesdiensten um 18:00 Uhr in der Kirche Bischdorf sowie um 19:00 Uhr im Lutherhof Neugersdorf, im Pfarrhaus in Eibau, in Löbau (Diakonatssaal), Ruppersdorf, Leutersdorf und Sohland eingeladen. Am Sonntag, 8. März, sind dann Familien zum Weltgebetstagsgottesdienst um 10.00 Uhr ins Pfarrhaus Seifhennersdorf eingeladen.
Hintergrund zum Weltgebetstagsland Nigeria
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas – vielfältig, dynamisch und voller Kontraste. Mit über 230 Millionen Menschen vereint der »afrikanische Riese« über 250 Ethnien mit mehr als 500 gesprochenen Sprachen. Die drei größten Ethnien sind Yoruba, Igbo und Hausa, aufgeteilt in den muslimisch geprägten Norden und den christlichen Süden. Außerdem hat Nigeria eine der jüngsten Bevölkerungen weltweit, nur 3% sind über 65 Jahre alt. Dank der Öl-Industrie ist das Land wirtschaftlich stark, mit boomender Film- und Musikindustrie. Reichtum und Macht sind jedoch sehr ungleich verteilt.
In Nigeria werden Lasten von Männern, Kindern vor allem aber von Frauen auf dem Kopf transportiert. Doch es gibt auch unsichtbare Lasten wie Armut und Gewalt. Das facettenreiche Land ist geprägt von sozialen, ethnischen und religiösen Spannungen. Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram verbreiten Angst und Schrecken. Die korrupten Regierungen kommen weder dagegen an, noch sorgen sie für verlässliche Infrastruktur. Umweltverschmutzung durch die Ölindustrie und Klimawandel führen zu Hunger. Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt sind die Folgen all dieser Katastrophen.
Hintergrund zum Weltgebetstag
Der Weltgebetstag ist die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. Immer am ersten Freitag im März wird unter dem großen Motto »Informiert beten – betend handeln« in über 150 Ländern der Erde der Weltgebetstag der Frauen ökumenisch gefeiert. Seit Jahrzehnten verbindet er auch deutschlandweit Christinnen und Christen in Gebet und Handeln für Frieden, Gerechtigkeit und Frauenrechte. Die Weltgebetstagsorganisation sowie das Weltgebetstagskomitee Deutschland unterstützen weltweit viele Projekte und Kampagnen.
Informationen zum diesjährigen Weltgebetstag und Länderinformationen zu Nigeria befinden sich auf der Webseite zum Weltgebetstag.