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Weltweiter Gedenktag für verstorbene Kinder am 14. Dezember


11. Dezember 2025

Andachten für verwaiste Eltern an verschiedenen Orten

DRESDEN - Jedes Jahr stellen Betroffene rund um die Welt am zweiten Sonntag im Dezember um 19:00 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster. Anlass ist der Gedenktag für verstorbene Kinder (Worldwide Candle Lighting), der in diesem Jahr auf den 14. Dezember und somit den 3. Advent fällt.

Wenn die Kerzen in einer Zeitzone niederbrennen, werden in der nächsten neue entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden den ganzen Erdball umringt. Die Idee geht auf eine Vereinigung verwaister Eltern und ihrer Angehörigen in den USA, den "Compassionate Friends" zurück, die diese Initiative 1996 ins Leben riefen.

Anlässlich des Gedenktages für verstorbene Kinder sind Angehörige und Freunde zu Gottesdiensten und Andachten an verschiedenen Orten Sachsens meist am Nachmittag oder Abend eingeladen.

Seit vielen Jahren findet anlässlich dieses Tages in der Dresdner Kreuzkirche eine Andacht für verstorbene Kinder zur Gebetszeit am Mittag um 12:00 Uhr statt, die in diesem Jahr von der Gemeindepädagogin Annegret Richter-Mesto gestaltet wird. Es gibt Raum, alle Gedanken und Gefühle, Erinnerungen, Schmerz und Traurigkeit vor Gott zu bringen. Ein Licht für zu Hause kann mitgenommen werden, damit abends die Fenster mit vielen anderen im Gedenken erleuchtet werden.

In Leipzig wollen gleich acht Leipziger Institutionen, darunter das Kinderhospiz Bärenherz e.V., die Diakonie Leipzig und die Ökumenische Klinikseelsorge, in der Nikolaikirche an verstorbene Kinder erinnern. Die Gedenkfeier für Eltern, Geschwister, Angehörige und Freunde beginnt um 18:00 Uhr und ist ebenfalls offen für alle. Näheres auf der Webseite der Diakonie Leipzig

In die Jacobikirche in Döbeln um 14:00 Uhr laden die Kirchgemeinde, die Diakonie Döbeln, der Caritasverband Meißen und der dortige ökumenische Hospizdienst ebenfalls zu einer ökumenischen Andacht für verstorbene Kinder mit der Gelegenheit ein, für das verstorbene Kind eine Kerze anzuzünden.

Im vogtländischen Plauen bietet der „Initiativkreis Gedenkfeier für verstorbene Kinder“ ab 16:00 Uhr in der Markuskirche eine Gedenkfeier für alle verstorbenen Kinder an. Sie ist auch hier kostenfrei, unverbindlich und offen für Eltern, Geschwister, Angehörige und Freunde unabhängig vom religiösen und konfessionellen Hintergrund.

Für die Gemeinden und die Menschen in der Region Meißen-Großenhain wird in diesem Jahr um 17:00 Uhr der Gottesdienst für verwaiste Eltern in der Klosterkirche in Riesa stattfinden. Dazu laden dort das Vorbereitungsteam der Kirchgemeinden, der Ökumenische Hospiz- und Palliativberatungsdienst Riesa/Großenhain des Caritasverbandes Meißen e.V. und das Team der „Sternenkinder-Zeit“ DRK Riesa e.V. ein. Ein Videobeitrag dazu.

In Oschatz beginnt ebenfalls um 17:00 Uhr in der Elisabethkapelle in der Brüderstraße 18 eine Andacht, vorbereitet und ausgerichtet durch die Kirchgemeinde Oschatzer-Land und dem dortigen Hospizdienst.

Hintergrund

Alleine in Deutschland sterben jährlich rund 20.000 Kinder und Jugendliche. Sie hinterlassen trauernde Eltern, Geschwister und Freunde. Weltweit sterben etwa sieben Millionen Kinder pro Jahr noch vor ihrem sechsten Lebensjahr. Das sind etwa 17.000 Kinder täglich. Lungenentzündungen, Durchfall und Malaria sind die häufigsten Erkrankungen, die für Kinder tödlich enden. Die geringste Kindersterblichkeit, jedoch mit starken regionalen Schwankungen, weist die Europäische Union auf.

Webseite des Bundesverbandes Verwaister Eltern und trauernder Geschwister in Deutschland.

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