Aktuelles

Orgel- und Musiksommer in sächsischen Kirchen

Über den Sommer laden die Kirchgemeinden in Sachsen wieder zu verschiedenen Konzertreihen und Sommermusiken ein. Häufig haben sie schon im Mai begonnen und werden über die Sommer- und Ferienzeit fortgeführt. Die kirchenmusikalischen Angebote richten sich dabei sowohl an musikinteressierte Einheimische als auch an Touristen, die in Sachsen Urlaub machen.

Festwochen zum Jubiläum der Goldenen Pforte

Nach Beginn der Festwoche mit Gottesdienst und Bachkantate am Pfingstmontag, 9. Juni, im Freiberger Dom folgen ein Orgelkonzert an der großen Silbermann-Orgel mit der Kopenhagener Domorganistin Hanne Kuhlmann (12. Juni) und die Aufführung der „Marienvesper“ von Claudio Monteverdi (14. Juni). Musikalisch gestaltet wird die Marienvesper vom international renommierten Ensemble Amarcord, dem Freiberger Domchor und dem Dresdner Barockorchester unter der Leitung von Albrecht Koch. Der Dom St. Marien ist der passende Aufführungsort für die „Marienvesper“, eine Verbindung, die sich bereits in der Namensgebung widerspiegelt.
In der zweiten Festwoche findet am 19. Juni die Abendmusik an der Silbermann-Orgel statt. Für junge Gäste gibt es ein besonderes Highlight: Kinder zwischen 6 und 12 Jahren können die Goldene Pforte aus LEGO-Steinen nachbauen (20./21. Juni). Den krönenden Abschluss bildet das Konzert des Dresdner Kreuzchors im Dom am Sonntag, 22. Juni.


Als Begleitprogramm ist ein Symposium in Zusammenarbeit mit den Universitäten Würzburg und Bamberg sowie der HfBK Dresden und dem Landesamt für Denkmalpflege geplant. Die einzelnen Vorträge können separat kostenfrei besucht werden. Auch gibt es an acht Wochentagen kurze Andachten mit Betrachtungen der biblischen Figuren, die auf der Goldenen Pforte zu finden sind.
Mit dem vielfältigen Programm schlägt der Freiberger Dom eine Brücke zwischen Geschichte, Kunst und Gegenwart – und setzt zugleich starke Impulse für Kultur und Tourismus in der Region.


Unterstützt werden die Festwochen „800 Jahre Goldene Pforte“ von der Silberstadt Freiberg, dem Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, So geht sächsisch!, der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen, der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen und den Förderern am Dom St. Marien Freiberg e.V.

Sommermusiken

Dresden und Ostsachsen

Elbaufwärts in der Sächsischen Schweiz hat neben Bad Schandau auch Sebnitz eine lange Musiktradition. Ein besonderes Konzert wird am Pfingstsonntag, 8. Juni, um 19:00 Uhr in der Ev.-Luth. Stadtkirche Sebnitz zu erleben sein. Die Flötistin Moriana Krause aus Uruguay und der Gitarrist Federico D’Attellis aus Argentinien präsentieren ihr Programm „Klangliche Essenzen Südamerikas“. Damit fusioniert im Herzen Deutschlands das einzigartige Musikduo die klanglichen Essenzen Südamerikas mit europäischen Harmonien. Weitere Konzerte im Rahmen der Konzertreihe Musik in Peter-Paul folgen. Dazu zählt auch die Beteiligung der Kirchgemeinde Sebnitz-Hohenstein mit der Kirchenbühne und der Kirche am Tag der Sachsen in Sebnitz. Der Open-Air-Gottesdienst wird am Sonntag, 7. September, um 10:00 Uhr auf dem Marktplatz begleitet.

In Bad Schandau selbst stehen beim Internationalen Bad Schandauer Orgel- und Musiksommer 2025 wieder hochkarätige, erlesene und abwechslungsreiche Konzerte auf dem Programm. „Auf geht’s“ heißt es beim Eröffnungskonzert des Musiksommers am Freitag, 27. Juni, um 19:30 Uhr in der St. Johanniskirche in Bad Schandau mit dem Bundinstrumentenorchester des Heinrich-Schütz-Konservatoriums Dresden. Es erklingen Werke von Chr. Grafschmidt, G. Ph. Telemann, G. Manente, C. Mandonico, E. Grieg, J. Miles u. a. Immer freitags, bis zum Abschlusskonzert am 19. September 2025, bringen nationale und internationale Künstlerinnen und Künstler sowie Musikensembles unterschiedliche Klangfarben in die elbnahe Johanniskirche.

Traditionell finden in den Sommermonaten Juli und August in der St. Marienkirche in Pirna die Pirnaer Abendmusiken statt. Immer donnerstags um 19:30 Uhr gibt es nacheinander ein abwechslungsreiches Programm mit Orgel-, Chor- und Instrumentalmusik. Am 10. Juli heißt es zum Start der 26. Abendmusiken „FAVORITEN – von Luther bis Lennon“ mit Musik aus mehreren Jahrhunderten mit Saxophon und Orgel. Die Reihe wird am 17. Juli mit drei Musizierenden und Werken von J. Brahms, J. Langlais, G. Mahler und Johann Kaspar Kerll fortgesetzt. Ein Chorkonzert mit dem Dresdner Kreuzchor beschließt am 28. August die diesjährigen Abendmusiken in der Marienkirche.

Für Dresden sind die Internationalen Dresdner Orgelwochen als gemeinsame Orgelkonzertreihe der Dresdner Innenstadtkirchen sowie des Dresdner Kulturpalastes im Rahmen des Dresdner Orgelzyklus ein vielbeachtetes Format – auch für Sommergäste der Landeshauptstadt. Die nächsten Konzerte beginnen jeweils um 20:00 Uhr: nach der Kathedrale am 25. Juni folgen die Kreuzkirche am 2. Juli, die Frauenkirche am 9. Juli, erneut die Kathedrale am 16. Juli und schließlich am 23. Juli wieder die Kreuzkirche.
Zum Abschluss der Orgelwochen bieten die drei Innenstadtkirchen am Sonnabend, 23. August, einen besonderen Höhepunkt: den Dresdner Orgelspaziergang, der um 20:00 Uhr in der Frauenkirche beginnt. 
In der Kreuzkirche findet in den sächsischen Sommerferien jeden Sonnabend um 15:00 Uhr der „Orgelsommer“ statt, bei dem neben Kreuzorganist Holger Gehring auch viele Gastorganisten zu hören sind. Die Reihe „Orgel Punkt Drei“ lädt zusätzlich dienstags und donnerstags um 15:00 Uhr zum 15-minütigen Verweilen bei Orgelmusik ein.
Bis September lädt die Martin-Luther-Kirche zur Sommerkonzertreihe „hinhören – Nachtmusiken & Orgelkonzerte“ ein, die alle zwei Wochen freitags stattfindet. Die nächsten Konzerte sind zum Bunten Sommer Neustadt am 13. Juni um 21:30 Uhr (Nachtmusik) mit experimentellen Klangcollagen und Improvisationen im Raumklang sowie am 20. Juni um 20:00 Uhr mit dem Mozart-Requiem. Es musizieren die Dresdner Bachkantorei und Mitglieder des Dresdner Bachchores unter der Leitung von Elke Voigt.

Region Freiberg und Meißen

Im Freiberger Dom finden seit über 70 Jahren zwischen Mai und Oktober jeden Donnerstag um 19:30 Uhr Orgelkonzerte im Rahmen der Reihe „Freiberger Abendmusiken“ statt, die großen Anklang finden. Am 8. Mai 2025 wurde der diesjährige Zyklus mit einem Orgelkonzert des Freiberger Domkantors Albrecht Koch eröffnet, gemeinsam mit europäischen Domorganisten. Darüber hinaus zieht es jährlich zahlreiche Besucherinnen und Besucher zu durchschnittlich 25 Orgelkonzerten, mehreren Oratorienaufführungen und Domführungen. Das Konzert- und Musikprogramm mündet zum Sommerende in die Silbermann-Tage 2025 vom 5. bis 14. September mit dem Finale des Silbermann-Orgelwettbewerbs.

Eine Besonderheit in diesem Jahr ist das Jubiläum „800 Jahre Goldene Pforte“ am Freiberger Dom vom 8. bis 22. Juni, mit einer Installation am Hauptportal, die bis Oktober zu sehen sein wird. Sie schmückt den Eingang des Doms und zeigt eindrucksvoll, wie Menschen einst durch dieses Portal schritten. So wird sichtbar, welch großes biblisches Bilderbuch aus Stein im Mittelalter hier entstand. In das Festprogramm im Juni sind ein Symposium und mehrere Konzerte eingebunden. Am Sonntag, dem 22. Juni, um 17:00 Uhr ist zum Abschluss der Dresdner Kreuzchor zu Gast.

Im Dom zu Meißen werden während der täglichen Öffnungszeiten neben rund 1.800 Führungen jährlich auch etwa 20 Konzerte und 120 Orgelmusiken angeboten. Damit gehört das Hochstift Meißen zu den bedeutendsten Konzertveranstaltern der Region. Von Mai bis Ende Oktober gibt es montags bis samstags täglich musikalische Kostbarkeiten in der Reihe „30 Minuten Mittagsorgelmusik“ mit Domkantor Thorsten Göbel und wechselnden Gästen. In 15 Geistlichen Abendmusiken präsentiert Göbel darüber hinaus die ganze Vielfalt der musikalischen Möglichkeiten im Dom. Die touristischen Premiumangebote „Organ & Bikes“-Tour und „Organ & Crimes“-Tour in Kooperation mit der Stadt Meißen laufen ebenfalls weiter und runden das Spielzeitangebot ab.

Zum Abschluss der Burgfestspiele Meißen am 22. Juni um 18:00 Uhr ist ein fulminantes Konzert mit 3D-Akustik geplant. Präsentiert wird Filmmusik in Bearbeitungen für Orchester und Orgel – mit Melodien aus weltbekannten Filmen.

Das Konzert ist zugleich ein Hinweis auf das große Vorhaben des Dombau-Vereins Meißen: den Bau einer neuen Domorgel. Mit dem im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Spendenprojekt wirbt der Verein für Benefizveranstaltungen und bietet Patenschaften für einzelne Orgelpfeifen der neuen Orgel an.

75 Jahre Domchor Meißen
Am 6. September um 17:00 Uhr wird das Jubiläum des Domchors Meißen mit einem Oratorienkonzert gefeiert. Der Domchor Meißen und die Elbland Philharmonie Sachsen führen unter der Leitung von Domkantor Thorsten Göbel unter anderem das Requiem von W. A. Mozart auf.

Lausitz & Bautzen

Im Mai wurde in Bautzen der Orgelsommer eröffnet. Bis zum 17. September können Besucher immer mittwochs um 19:30 Uhr im St.-Petri-Dom die Orgeln des Doms kennenlernen. Neben Domorganist KMD Michael Vetter gastieren renommierte Organisten mit einem vielseitigen Programm aus der Orgel- und Konzertliteratur. Zusätzlich finden dienstags um 12:00 Uhr Kurzkonzerte statt – jeweils gefolgt von einer Domführung.

Vom 7. Juni bis zum 27. September laden die Domvespern jeweils sonnabends um 17:15 Uhr ein. Sie folgen einer langen kirchenmusikalischen Tradition und werden durch Musik, Lesung und Gebet gestaltet – orientiert am jeweiligen Proprium des Sonntags im Kirchenjahr.
Zu einem besonderen Konzert in abendlicher Stimmung lädt die Kirchgemeinde Crostau am 21. Juni um 19:30 Uhr mit Mozarts berühmter Kleiner Nachtmusik ein.  Weiterhin werden Nachtmusiken von Luigi Boccherini, Heinrich Ignaz Franz von Biber und Giuseppe Durante zu hören sein. Unter der Leitung von Hans Christian Martin spielt das Ensemble Weimar Baroque auf historischen Instrumenten. Zudem erklingt die Silbermann-Orgel von 1732 mit Musik des italienischen Opernkomponisten.

Im Rahmen des Oberlausitzer Orgelsommers 2025 finden bis zum 28. September zahlreiche Konzerte im Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien statt. Der diesjährige Orgelsommer steht unter dem Thema „Aus meines Herzens Grunde sag ich Dir Lob und Dank“. Das gleichnamige Lied, aufgenommen unter der Nummer 443 im Evangelischen Gesangbuch, stammt von Georg Niege, der vor 500 Jahren geboren wurde. In 30 Veranstaltungen erklingen auf 30 Oberlausitzer Kirchenorgeln sowohl größere Instrumente der Region als auch selten im Konzert gespielte Orgeln. Ziel ist es, die Vielfalt der regionalen Orgellandschaft zum Klingen zu bringen – mit Organisten aus der Region und Gastkünstlern. So wird beispielsweise Kantor Mario Merz am 02. August um 18:00 Uhr in der Kirche Bretnig ein Orgelkonzert mit alten und neuen Stücken von Bach bis heute zu Gehör bringen. Alle Veranstaltungen im Programmflyer.

Der Oberlausitzer Orgelsommer ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Kirchenkreises Schlesische Oberlausitz der EKBO sowie der Kirchenbezirke Bautzen-Kamenz und Löbau-Zittau der EVLKS. Gefördert wird die Reihe vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien und von den jeweiligen Kommunen.

Im Pfarrhof Hauswalde wird am 16. August um 17:00 Uhr die traditionelle Serenade mit der Singgemeinschaft von Hauswalde und dem Posaunenchor der Kirchgemeinde veranstaltet. Zum besonderen musikalischen Gottesdienst wird am 31. August ab 10:00 Uhr in die Kirche Rammenau eingeladen. Unter dem Motto "Mein Gott, mein Gott, warum?" spielt Musiker Ulrich Thiem aus Dresden auf dem Cello Psalmvertonungen aus fünf Jahrhunderten. Pfarrer Tobias Schwarzenberg hält eine Poetry-Predigt zu Hiob 23 und trägt im Duett mit Ulrich Thiem zwei eigene Vertonungen von Gedichten der jüdischen Dichterin Selma Meerbaum-Eisinger (1924-1942) vor.

MDR-Musiksommer und Orgelfahrten

Den ganzen August über bereist der MDR-Musiksommer 2025 zahlreiche Orte in ganz Mitteldeutschland – darunter Kirchen, historische Konzertsäle und malerische Schlossparks. Der diesjährige Schwerpunkt liegt auf der Kulturhauptstadt Chemnitz. Dort eröffnet die Robert-Schumann-Philharmonie am 8. August um 20:00 Uhr auf dem Chemnitzer Theaterplatz den Musiksommer.

Am 22. August um 19:30 Uhr gestaltet der MDR-Rundfunkchor ein Konzert in der Chemnitzer Schlosskirche. Mit dabei ist eine besondere „Chemnitzerin“: die einzigartige Vleugels-Orgel der Schlosskirche.

Im Rahmen des Mittelsächsischen Kultursommers (MISKUS) wird am 16. und 17. August eine musikalische Orgelfahrt in den Leisniger Raum angeboten. Geplant sind Besichtigungen bedeutender Werke des sächsischen Orgelbaus in Hartha, Tragnitz, Leisnig, Polditz, Bockelwitz und Zschoppach.

Am 22. August gastiert zudem Rups im Duo in der Kirche Roßwein. Unter dem Titel „Probiers mit Jesus“ stellt Thomas „Rups“ Unger, ehemaliger Bandleader der Band „De Randfichten“, seinen neuen musikalischen Weg vor.

Erzgebirge und Chemnitz

Auch in vielen anderen Gegenden Sachsens, insbesondere in beliebten Urlaubsregionen, bieten die Kirchen ein abwechslungsreiches kirchenmusikalisches Programm. So richtet die Gottfried-Silbermann-Gesellschaft in diesem Jahr den 5. Erzgebirgischen Orgelsommer aus. Namhafte Organisten sind der Einladung gefolgt, auf den Silbermann-Orgeln der Region zu konzertieren. Zwischen dem 28. Juni und dem 16. August erklingen Konzerte in Zöblitz, Pfaffroda, Eppendorf, Cämmerswalde und Nassau.

Der Musiksommer in St. Georgen in Schwarzenberg 2025 wird am 23. Juni um 19:30 Uhr durch Harmonic Brass eröffnet – mit einer Dame, vier Herren und 16 funkelnden Blechblasinstrumenten. Das abwechslungsreiche Programm endet am 25. August um 19:30 Uhr in St. Georgen mit einem fulminanten Schlussakkord: dem Dresdner Barockorchester und den Brandenburgischen Konzerten von J. S. Bach.

In Annaberg-Buchholz beginnen die traditionellen Sommermusiken in St. Annen am 5. Juli mit der Organistin Julia Raasch aus Weimar. Bis zum 20. September gibt es jeden Sonnabend um 17:00 Uhr Musik zu erleben – von Kammermusik mit Instrumentalensembles bis zu Chorkonzerten. Die große dreimanualige Walcker-Orgel ist zudem am 14. September im Rahmen einer Orgelführung zu hören.

Die Sommermusiken münden in die Feierlichkeiten zur Fertigstellung von St. Annen vor 500 Jahren. Am 26. September findet dazu ein Konzert mit Samuel Rösch & Band statt, am Sonntag, dem 28. September, um 19:00 Uhr folgt ein Festkonzert mit der Kantorei St. Annen und der Erzgebirgischen Philharmonie.

Augustusburger Musiksommer

Auch der Augustusburger Musiksommer hat sich unter Stadtkirchenkantor Pascal Kaufmann zu einem musikalischen Hochformat entwickelt. Der diesjährige Musiksommer, der am 14. Juni in der Stadtkirche St. Petri eröffnet wird, reicht bis zu den Abschlusskonzerten am 16. und 17. August mit der renommierten „Jungen Philharmonie Augustusburg“ und der Sinfonie „Aus der Neuen Welt“ von Antonín Dvořák. Das junge Orchester wird auch zu Beginn des Musiksommers am 14. und 15. Juni unter anderem mit einer weiteren Sinfonie des tschechischen Komponisten zu erleben sein.

Im Osterzgebirge lädt Kantor Roy Heyne Einheimische und Touristen wieder zum Orgelsommer nach Geising ein – zu einer wöchentlichen Konzertreihe. Von Juni bis September, außer in den sächsischen Sommerferien, gibt es mittwochs nach 12:00 Uhr eine halbstündige Orgelmusik auf der historischen Ranft-Orgel. In der Konzertreihe erklingt auch Musik des in Geising geborenen Johann Kuhnau sowie Orgelwerke aus Böhmen. Den Auftakt bildete das erste Orgelspiel am 4. Juni.

Nach der Einweihung der Truhenorgel am Pfingstsonntag, dem 8. Juni, um 17:00 Uhr in der Georgenkirche Flöha werden nach dem Auftakt im Mai im zweiten Sommerkonzert in der Auferstehungskirche Flöha-Plaue am 13. Juni um 18:00 Uhr barocke Orgelwerke von G. F. Händel und A. Vivaldi zu hören sein.

Vogtland und Westsachsen

Im vogtländischen Plauen ist der Orgelsommer „Fünf nach Zwölf“ eine beliebte Reihe sommerlich-mittäglicher Kurzkonzerte, bei der die Jehmlich-Orgel der St.-Johanniskirche donnerstags für etwa 25 Minuten erklingt. Nach einem gut besuchten Auftakt am 5. Juni wird die Konzertreihe bis Ende September durch Organisten der Region und darüber hinaus, teils gemeinsam mit anderen Instrumentalsolisten, fortgesetzt.

Auch in der St.-Laurentiuskirche in Auerbach wird bis zum 26. August eine Mittagsmusik unter dem Titel „Orgel-Punkt-12“ angeboten. Immer dienstags um 12:00 Uhr gibt es über den Sommer hinweg jeweils 30 Minuten Orgelmusik mit geistlichem Impuls.

Der 39. Reichenbacher Orgelsommer beginnt nach dem Jubiläum „300 Jahre Silbermann-Orgel in der Peter-Paul-Kirche Reichenbach“ im Mai, in der Reichenbacher Trinitatiskirche am Freitag, dem 13. Juni, mit der 19. Orgelnacht. Ab 20:00 Uhr musizieren Prof. Lucas Pohle (Bayreuth/Leipzig) an der Orgel sowie die Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach und der Reichenbacher Vocalkreis mit „Sounds of Joy“ und Band unter der Leitung von Andreas Kamprad.

Weiter geht es mit Konzerten in der Stadtkirche Mylau mit dem Leipziger Thomanerchor am 25. Juni, am 7. Juli (Reichenbacher Marienkirche), am 21. Juli (Peter-Paul-Kirche Reichenbach), am 27. Juli (Stadtkirche Mylau), am 4. August (Trinitatiskirche), 18. August (Kirche Neumark), 1. September (Stadtkirche Mylau) und am 6. September (Trinitatiskirche).

Die beliebte und vielseitige Musikreihe „Orgelmusik in Jocketa“ beginnt am 21. Juni. Immer sonnabends um 18:30 Uhr lädt die Dreifaltigkeitskirche Jocketa bei Pöhl bis Mitte September zu besonderen Konzerten ein.

In Lengenfeld ist im Rahmen der dortigen Sommermusik am 15. Juni um 19:00 Uhr in der Aegidiuskirche Trompete und Orgel zu erleben sowie am 31. August um 19:00 Uhr Sologesang und Orgel.

Bereits das 2. Konzert im Rahmen des Musiksommers in der Laurentiuskirchgemeinde in Elsterberg findet am Pfingstsonntag, 8. Juni, um 17:00 Uhr mit einer „Musikalischen Zeitreise“ als Orgelkonzert in der Kirche statt. Es folgen noch am 27. Juli ein Orgelkonzert mit „Sommerfantasien“, am 10. August ein Konzert mit dem Kammerchor Michaelstein und am 7. September „Von Barock bis Filmmusik“ mit Trompete und Orgel.

In Westsachsen beginnen noch vor den Ferien die Glauchauer Kirchenmusiktage in der mittlerweile 28. Auflage. Das Festival unter KMD Guido Schmiedel begann am 4. Juni um 12:00 Uhr mit "SilbermannOrgelPunktZwölf". Die 30 Minuten Musik und Lesung setzen sich immer am ersten Mittwoch des Monats bis Dezember fort.

Die Kirchenmusiktage laden noch bis zum 22. Juni zu fünf Konzerten in Glauchauer Kirchen ein. Der Liedermacher Jonathan Leistner bietet am Pfingstsonntag, 8. Juni, in Jerisau mit „Wie Du und Ich“ ein erfrischendes Konzerterlebnis zum Mitmachen für die ganze Familie am Klavier. In Niederlungwitz erklingt am 13. Juni barocke und klassische Kammermusik für verschiedene Instrumentalbesetzungen, Orgel und Gesang. Am 17. Juni wird Patrick Gläser aus Öhringen auf der Jehmlich-Orgel der Lutherkirche Klassiker aus Rock, Pop und Filmmusik zu Gehör bringen.

Nach einem Kinderkonzert am 18. Juni, ebenfalls in der Lutherkirche, geht es am 22. Juni zum Höhepunkt mit dem Abschlusskonzert „Sing to the Lord“. Über 80 Sängerinnen und Sänger aus der Region sowie namhafte Solisten und die Vogtlandphilharmonie Greiz-Reichenbach feiern musikalisch das 20-jährige Bestehen des Glauchauer Gospelchores mit der „Missa Buenos Aires“, auch Tangomesse genannt.

Im Kirchenbezirk Zwickau lädt die Auferstehungskirche am 15. Juni um 17:00 Uhr zu einem Sommerkonzert mit dem Kammerorchester des Robert-Schumann-Konservatoriums ein. Am 21. Juni um 14:00 Uhr singt der Kammerchor „Belcanto“ aus Zwickau.

Vom 21. bis 29. Juni finden die Limbach-Oberfrohnaer Kirchenmusikwochen in verschiedenen Kirchen der Schwesterkirchgemeinden von Limbach-Oberfrohna statt. Am 21. Juni startet die 7. Kirchenmusikwoche mit einem furiosen Vivaldi-Programm in der Rußdorfer Johanniskirche, gefolgt am Sonntag, 22. Juni, von einem Trompeten-Orgel-Duo-Konzert in der Bräunsdorfer Kirche. Der Songpoet Andi Weiss ist am 26. Juni mit seinem neuesten Programm „Weil immer was geht“ in der Limbacher Stadtkirche zu Gast.

Mit seinem zweimanualigen Konzertcembalo und einer Truhenorgel lässt Kantor Baldauf dann am 27. Juni ein eher selten solistisch auftretendes Instrument erklingen. Tags darauf treten The Gospel Passengers aus Dresden in der Oberfrohnaer Lutherkirche mit einem Gospelkonzert auf.

Ein besonderer musikalischer Gottesdienst ist am Sonntag, 29. Juni, ebenfalls in Oberfrohna zu erleben: Die Kirchenchöre der Region präsentieren ein vielfältiges Chorprogramm mit Werken von Klassik bis Moderne. Den Abschluss der Kirchenmusikwoche bildet am Sonntagnachmittag die Formation OPUS 4: Das renommierte Posaunenquartett des Leipziger Gewandhauses spielt Musik von Bach bis Gershwin.

Chemnitz im Kulturhauptstadtjahr 2025

Der Europäische Orgelsommer Chemnitz 2025 lädt vom 9. Juli bis 6. August in vier Chemnitzer Kirchen zu Konzerten ein. An fünf aufeinander folgenden Mittwochabenden um 20:00 Uhr erklingen Chemnitzer Orgeln aus verschiedenen Epochen und mit sehr unterschiedlichen Bauweisen, gespielt von international renommierten Organisten.

Neben weiteren Einzelkonzerten in Chemnitz und Umgebung stehen in diesem Sommerhalbjahr besondere Konzertereignisse vor allem im Zeichen des Kulturhauptstadtjahres Chemnitz 2025. Unter dem Motto „Geht hin und seht“ wird die Chemnitzer Innenstadt Ende August 2025 zu einem lebendigen Ort des Glaubens, der Kreativität, Kunst und Musik sowie der Gemeinschaft und Begegnung.

Als Höhepunkt der Kulturkirche 2025 bringt das Fest Menschen unterschiedlicher Generationen, Konfessionen und Herkunft zusammen. So wird die Chemnitzer Innenstadt zu einem Ort der Vielfalt, des Miteinanders und der Inspiration. Das Fest beginnt am Samstag, 30. August, um 10:00 Uhr auf der Bühne im Stadthallenpark.

In diesem Rahmen bringt ein großes Chorfestival Klänge aus Europa und der Kulturhauptstadtregion in die Stadt. Höhepunkt ist das gemeinsame Singen aller Chöre um 15:00 Uhr auf dem Neumarkt. Für Familien findet um 13:30 Uhr das Musical „Albert Schweitzer“ im Stadthallenpark statt.

Am Samstagabend laden zahlreiche Musiker und Liedermacher zu Konzerten ein: Kronstädter Messe mit Chor aus Siebenbürgen, Stilbruch, Samuel Rösch, Gerhard Schöne, Like Mint, Louisa Vogel, Klezmeresque, Crescendo (Klassik-Impro) und viele mehr – auf Bühnen im Stadtraum, in Kirchen oder Open Air.

Sächsische Posaunenchöre feiern die Kulturhauptstadt - „Volldampf in C“

650 Musikerinnen und Musiker aus den Posaunenchören Sachsens haben sich bereits angemeldet und kommen am 13. September 2025 nach Chemnitz, wenn es heißen wird: „Volldampf in C“!
Als Beitrag im Kulturhauptstadtjahr wird die sächsische Posaunenchortradition mit der Industriekultur verknüpft. Als 1897 in Chemnitz der Landesverband der Posaunenchöre im Königreich Sachsen gegründet wurde, war Chemnitz ein modernes, aufstrebendes industrielles Zentrum und die Werkzeuge, Maschinen und Industriegüter aus der Region weltweit gefragt.

Im Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf kann man diese Maschinenbautradition bewundern. Für den Bläsertag am 13. September werden extra einige Dampflokomotiven aus dem Rundhaus gefahren, um den 650 Bläserinnen und Bläsern Platz zu machen für einen erlebnisreichen Tag mit Proben, Andacht, Workshop, Infoständen und Konzerten. Ein Höhepunkt wird die Serenade um 16:00 Uhr auf dem Chemnitzer Neumarkt, zu der auch Ehrengäste erwartet werden. Der Chemnitzer Bläserkreis wird vom Balkon des Rathauses die Gäste begrüßen und dann im Wechsel mit dem großen Chor musizieren. Der Eintritt ist für alle Chemnitzer, Besucherinnen und Besucher sowie Passanten frei! Abgerundet wird das Wochenende mit einem Blechbläserkonzert am 14. September, um 17:00 Uhr in der Petrikirche am Theaterplatz.

Alle Informationen dazu auf der Webseite der Sächsischen Posaunenmission e.V. (SPM) 

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