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Aktuelles

Kirchen öffnen ihre Türen zu Weihnachten in Sachsen

Christvespern, Christmetten, Krippenspiele und Konzerte in Kirchen

Am 24. Dezember werden die Türen der rund 1300 sächsischen Kirchen wieder allen Menschen offenstehen, die die Weihnachtsgeschichte hören und sehen wollen. Die sächsischen Kirchgemeinden laden am Nachmittag und Abend des 24. Dezember zu Christvespern, Krippenspielen und Konzerten ein, zu denen wieder etwa eine halbe Million Besucherinnen und Besucher erwartet werden.

Traditionell werden in den Christvespern Spenden für die Hilfsaktion „Brot für die Welt“ gesammelt. Am frühen Morgen des 25. Dezembers wird in vielen Kirchen zu Christmetten eingeladen. An den beiden Weihnachtsfeiertagen finden besondere Gottesdienste, Veranstaltungen und Konzerte statt. Eine Übersicht über alle Christvespern und Gottesdienste in Sachsen sindim EVLKS-Kalender gelistet.

Weihnachtsbotschaft des Landesbischofs 2025

Landesbischof Bilz ermutigt in seiner Weihnachtsbotschaft dazu, das Weihnachtsfest für Begegnungen zu nutzen und Menschen Zuwendung zu schenken, die sich danach sehnen. „Die Geburt Jesu erzählt von Gottes Nähe in einer verletzlichen Welt“, so Landesbischof Tobias Bilz. „Wir leben in einer Zeit, in der Sicherheiten ins Wanken geraten, Zuversicht verloren geht und Macht rücksichtlos ausgeübt wird. Viele sind einsam. Damals wie heute aber will Gott unter allen Umständen zur Welt kommen. Daraus schöpfen wir unsere Hoffnung. Unsere Kirchgemeinden ermöglichen Besinnung und Begegnung.“ 

In seinem Hirtenbrief erinnert Landesbischof Tobias Bilz mit einem Pauluswort daran, dass Christen Kinder des Lichtes und Kinder des Tages sind. Er geht auf das Licht ein, das von jedem und jeder ausgehen kann und soll.

Hirtenbrief des Landesbischofs zu Weihnachten 2025

Weihnachtliche Vesper vor der Dresdner Frauenkirche

Die Gesellschaft zur Förderung der Frauenkirche Dresden e.V. lädt in Dresden gemeinsam mit der Stiftung Frauenkirche Dresden am 23. Dezember 2025 um 17:00 Uhr zur inzwischen 33. Weihnachtlichen Vesper vor der Frauenkirche auf dem Neumarkt ein. Die Predigt hält Landesbischof Tobias Bilz. Die Vesper wird wieder live im MDR Fernsehen übertragen. Für die Besucher vor Ort gestalten die Posaunenchöre der Sächsischen Posaunenmission e. V. ab 16:00 Uhr ein weihnachtliches Vorprogramm. Auch in diesem Jahr wird nach der Vesper das Friedenslicht aus Bethlehem auf dem Adventsmarkt an die Besucher verteilt. Es ist ein Symbol für den Weihnachtsfrieden.

Christvespern und Krippenspiele am Heiligen Abend

Wieder volle Kirchen zu Weihnachten

In vielen Kirchen finden am Heiligen Abend mehrere Christvespern nacheinander statt, um niemanden aus Platzgründen abweisen zu müssen. Oft werden in unterschiedlichen Vespern auch verschiedene Zielgruppen angesprochen. Am zeitigen Nachmittag finden die Krippenspiele der Kurrenden für Familien mit Kindern statt. In den späteren Vespern stehen neben den Krippenspielen die Wortverkündigung und die Kirchenmusik stärker im Vordergrund. Zu Weihnachten zieht es auch zahlreiche Menschen in die Kirche, die sonst selten Gottesdienste besuchen oder nicht der Kirche angehören.
Alle Christvespern und Veranstaltungen zu am 24. Dezember

Weihnachten nicht allein

In Leipzig veranstaltet die Andreaskirchgemeinde wieder im „Pavillon der Hoffnung“ auf dem Gelände der Alten Messe an Heiligabend um 18:30 Uhr „Weihnachten fürs Volk“ für Menschen ohne ausreichende Mittel für Geschenke und Weihnachtsessen. Für wohnungslose Menschen bleibt die Bahnhofsmission Leipzig am Hauptbahnhof die Feiertage von 9:00 bis 13:00 Uhr zum Verweilen geöffnet. Die PAX Jugendkirche Leipzig veranstaltet am 24. Dezember eine gemeinsame Feier der Christnacht für junge Leute am Heiligabend um 23:00 Uhr unter dem Motto #keine*rbleibtallein.

In einigen Dresdner Kirchgemeinden gibt es an Heiligabend Angebote für Menschen, die nicht allein sein wollen: Die Diakonie Dresden lädt ein von 15:30 bis 19:30 Uhr ins Haus an der Kathedrale. Im Gemeindesaal der Heilandskirche Cotta gibt es eine gemeinsame Weihnachtsfeier um 18:30 Uhr und um 19 Uhr in der Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt. Die Jugendkirche Dresden lädt junge Menschen ab 22:00 Uhr zu einem „Spirituellen Wumms“ ein: In der Jugendkirche wird’s dann gemütlich, kreativ und ein bisschen himmlisch. Musik, Lichter, Snacks und Glühwein – und ein Moment, sich zu begegnen. 

Spenden für „Brot für die Welt“ und Hilfe für Menschen in Not

Die Advents- und Weihnachtszeit ist traditionell auch eine Zeit, in der in den Kirchen in unserem wohlhabenden Land Spenden für diejenigen gesammelt werden, die in Armut und Not leben müssen. Die 67. Weihnachtsspendenaktion von „Brot für die Welt“ legt unter dem Motto „Kraft zum Leben schöpfen“ den Fokus auf die sichere Versorgung mit Trinkwasser sowie Klimagerechtigkeit und Ernährungssicherung, denn die Folgen der Klimakrise würden immer dramatischer – besonders im Globalen Süden. Dort sorge sie für immer häufigere Unwetter und verschärft Wassermangel und Hunger.

1. Weihnachtsfeiertag am 25. Dezember

Nicht nur im Erzgebirge beginnt das Weihnachtsfest traditionell mit den Frühmetten am 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember). Die frühesten beginnen bereits um 5:00 Uhr, wie in der St. Johanniskirche Lößnitz, der Kirche in Satzung und der St.-Nicolai-Kirche in Aue. Weitere Christmetten mit Krippenspiel finden um 6:00 Uhr in der St.Michaeliskirche Frohburg, in der Georgenkirche Flöha, in der Matthäuskirche Zwickau Bockwa und vielen anderen Orten statt. Eine Stunde später laden um 7:00 Uhr in Dresden der Kreuzchor und Mitglieder der Dresdner Philharmonie zur Christmette in der Tradition erzgebirgischer Mettenspiele in die Kreuzkirche ein. Die Christmetten ziehen jedes Jahr sehr viele Besucher an.

Am Vormittag des 1. Christtages werden in vielen Kirchgemeinden Familien-gottesdienste mit musikalischer Begleitung durch Kurrenden oder Bläserchöre gefeiert. Landesbischof Tobias Bilz wird zum 1. Weihnachtsfeiertag um 10:00 Uhr in Dresden in der Diakonissenhauskirche in einem Kantatengottesdienst mit Abendmahl predigen.

Alle Christmetten und Gottesdienste zum 1. Weihnachtsfeiertag  

2. Weihnachtsfeiertag am 26. Dezember

Der 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, ist dem ersten Märtyrer der Kirche, Stephanus, gewidmet, an dessen Schicksal die Schriftlesung erinnert. Die liturgische Farbe wechselt an diesem Tag zwischenzeitlich vom weihnachtlichen Weiß auf Rot. Während die Kollekten in den Christvespern meist für BROT FÜR DIE WELT gesammelt werden, ist die landeskirchliche Kollekte des 2. Christtages für die Diakonie Katastrophenhilfe und für Kirchen in Mittel- und Osteuropa bestimmt. Auch die Gottesdienste werden am zweiten Weihnachtsfeiertag häufig besonders musikalisch ausgestaltet.

Alle Gottesdienste und Konzerte am 2. Weihnachtsfeiertag

Hintergrund

Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu. Die Evangelisten Matthäus und Lukas erzählen davon, wie Gottes Sohn auf die Welt kommt: nicht als strahlender Held und König, sondern bescheiden, unter ärmlichen Umständen, weil Maria und Josef in der Fremde zur Zeit der Niederkunft keine Herberge finden.

Weihnachten ist für viele Menschen das wichtigste Fest im Jahr. Sie machen einander Geschenke, wollen friedlich zusammen sein und die Festtage genießen. Weihnachten ist auch das populärste aller christlichen Feste.  Keine Zeit im Jahr ist von so reichem Brauchtum, von Liedern, Bildern, Spielen und Kirchenmusik geprägt.

Der Name kommt von „geweihten Nächten“. Im Anschluss an die Wintersonnenwende wurden zwölf heilige Nächte gefeiert, in denen die Waffen schwiegen und die Häuser und Ställe mit Weihrauch ausgeräuchert wurden – daher auch „Rau(ch)nächte“.

Während in der abendländischen Kirche die Geburt Jesu am 25. Dezember gefeiert wird, geschieht das in vielen orthodoxen Kirchen bis heute am 6. Januar – an Epiphanias, dem Erscheinungsfest. In der evangelischen Kirche feiert man am 6. Januar das Fest der Heiligen Drei Könige. Es folgt die mehrwöchige Epiphaniaszeit, die bis zum Tag der Darstellung des Herrn (Lichtmess) am 2. Februar andauert. Damit endet der Weihnachtsfestkreis.

 

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