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Aktuelles

Jahreslosung 2026

"Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!"

Offenbarung 21,5

Wort zur Jahreslosung von Landesbischof Tobias Bilz

Und der auf dem Thron saß sprach: Siehe, ich mache alles neu! (Offb 21,5)

Alles wird gut! Ich höre diesen Satz gesprochen von einer Ärztin bei der ersten Visite nach der Operation. Oder von einem Betreuer, der einen Geflüchteten zum Flugzeug bringt, das ihn aus Deutschland abschiebt. Es könnte auch der Satz eines Volkswirts sein, der weiß, dass nach einer Phase der Rezession erfahrungsgemäß ein Aufschwung folgt. Alles wird gut! Ich höre diesen Satz aus dem Mund einer Mutter, nachdem der Sohn die Prüfung vergeigt hat.

Alles wird gut! Das ist eine Behauptung, die praktisch immer den Mund zu voll nimmt. Denn wer will schon wissen, ob wirklich alles gut wird? Im Moment sieht es eher so aus, als würde alles schlechter:  Kriege werden vom Zaun gebrochen. Weltweite Vereinbarungen werden aufgekündigt. Neuer Antisemitismus. Europa wird in der Neuverteilung von Macht und Wohlstand abgehängt. Klimaziele werden relativiert. Die Mitgliederzahlen der Kirchen schrumpfen. Glaube verdunstet.

Alles wird gut? Das biblische Wort für das Jahr 2026 behauptet, dass alles neu wird. Siehe, ich mache alles neu, spricht Gott. Ob es gut wird, wenn alles neu wird? Alle Verkündigung Jesu spricht von einer Dynamik hin zum Guten. Das kommende Reich Gottes ist ein Reich der Heilung und des umfassenden Friedens, in dem nicht nur der Mensch, sondern auch die Schöpfung aufatmen kann. Durch Jesu Auferstehung ist es geschehen. Die Frage ist nur, ob wir uns in die Dynamik dieser Erneuerung hineinstellen, oder die Hände in den Schoß legen; ob wir uns inspirieren lassen von diesem neuen Geist oder den schlechten Nachrichten Macht über uns geben.

Drei Dinge sind mir für unsere Zeit zur Orientierung wichtig:

1. Die Notwendigkeit ständiger Erneuerung erkennen

Es gibt keinen Stillstand im Guten. Wir müssen ein Ja dazu finden, dass wir einen wesentlichen Teil unserer Kräfte und Ressourcen in die Erneuerung des Lebens überhaupt stecken müssen. Das gilt für das Schienennetz ebenso wie für unser persönliches Leben und unsere Kirche. Wenn alles so weiterläuft, wird sich auch der Glaube verschleißen. Es gehört zu meinem täglichen Gebet, dass Gott uns in und außerhalb der Kirche eine Erneuerung im Glauben schenken möge. Ich füge immer hinzu, dass ich selbst dafür offen bin.

2. Sich selbst in Frage stellen können

Sind wir bereit für die Einsicht, dass der Blick Gottes auf unsere Wirklichkeit anders sein könnte, als wir uns das wünschen? Symptome für Irrwege sind, dass unsere Deutungen lauter sind als unsere Wahrnehmungen, und unsere Sicherheiten wichtiger als unser Vertrauen.

3. In Kooperationsgemeinschaft mit Gott handeln

Die Erneuerung kommt von Gott. Es geht um die Orientierung auf das Reich Gottes, wie es Jesus verkündigt hat. Wenn wir das klar haben, können wir unsere Begabungen zur Geltung bringen, die Gott jeweils in uns lebendig macht, und worum wir konkret gebeten werden.

Wenn wir Gottes Tun erbitten und Gott unser Tun inspiriert, werden wir gesegnet sein.
Alles wird gut, und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
Von wem immer dieses Zitat stammt, es ist aus meiner Sicht gedeckt durch das biblische Zeugnis. Wir sollten es immer für möglich halten, dass sich etwas zum Guten wendet.

Gott schenke uns seinen Segen für das Jahr 2026.

Tobias Bilz, Landesbischof

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Wozu gibt es die Jahreslosung?

Die Jahreslosung ist am Anfang eines Jahres Gegenstand und Inhalt unzähliger Predigten, Bibelarbeiten und Andachten. Sie hängt in vielen Gemeindesälen, Wohnzimmern und Pfarrämtern. Und trotzdem wissen die meisten nicht, woher sie eigentlich kommt.

Bereits seit 1930 gibt es für jedes Jahr ein Bibelwort als Jahreslosung. Die Losung für das Jahr 1930 stammte aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer und lautete: Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht. (Römer 1,16)
1934 wurde die Jahreslosung dann erstmals direkt aus den Leseeinheiten des Bibelleseplanes ausgewählt und veröffentlicht. Seit 1970 übernimmt die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen die Auswahl der Jahreslosung.

Die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen erstellt jährlich einen ökumenischen Bibelleseplan, der für jeden Tag des Jahres einen Abschnitt aus der Bibel als Lesung anbietet. Dieser Plan führt in einem Turnus von vier Jahren durch das ganze Neue Testament und innerhalb von acht Jahren durch das Alte Testament. Aus den Texten, die der Leseplan für ein Jahr vorsieht, wählt die ÖAB ein Wort als Jahreslosung aus. Darüber hinaus wird aus den Texten, die in einem bestimmten Monat zu lesen sind, jeweils ein Zitat als Monatsspruch bestimmt.

Neujahrsgottesdienst aus der Frauenkirche

Der Neujahrsgottesdienst aus der Frauenkirche in Dresden wurde wie in den bisherigen Jahren vom ZDF live übertragen und ist in der ZDF-Mediathek zu finden. Im Mittelpunkt des festlichen Neujahrsgottesdienstes stand die Jahreslosung für das Jahr 2026 „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5). Die Predigt hielt Bischöfin Kirsten Fehrs, Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Unter der liturgischen Leitung von Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke wurde der Gottesdienst musikalisch begleitet von Solisten, dem Kammerchor der Frauenkirche und dem ensemble frauenkirche dresden unter Leitung von Frauenkirchenkantor Matthias Grünert und Frauenkirchenorganist Niklas Jahn an der Orgel.           

Veranstaltungen im Januar 2026

Themenjahr TACHELES 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen

Das Themenjahr TACHELES 2026 – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen, das vom 14. Dezember 2025 bis zum 12. Dezember 2026 stattfindet, stellt jüdische Geschichte, Kultur und Gegenwart in den Mittelpunkt und lädt dazu ein, die Vielfalt jüdischen Lebens in Sachsen neu zu entdecken. Unter dem Motto »Jüdisch – sächsisch – mentshlich« verbindet das Projekt zahlreiche Initiativen aus Kultur, Wissenschaft, Bildung, Kirchen und Zivilgesellschaft. Landesbischof Tobias Bilz und Bischof Heinrich Timmerevers rufen dazu auf, dass auch kirchliche Einrichtungen und Gemeinden sich aktiv an TACHELES 2026 beteiligen – durch eigene Veranstaltungen, Kooperationen und Begegnungsangebote. „Möge dieses Jahr viele Türen öffnen – zur Erinnerung, zur Verständigung und zu einer Zukunft, in der jüdisches Leben selbstverständlich und sicher ist“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von beiden Bischöfen.

Informationen zum Themenjahr Tacheles


Krippenspiele und Krippival

Der Beginn der Epiphaniaszeit mit dem Dreikönigstag am 6. Januar greift noch einmal mit Gottesdiensten und Andachten das Weihnachtsgeschehen auf. Daher finden häufig an den Wochenenden noch Krippenspiele und Konzerte mit Aufführungen der letzten beiden Teile des Weihnachtsoratoriums statt.  

Sächsische Krippenspieler kommen am 3. Januar 2026 in der Lutherkirche in Chemnitz zur "18. Langen Nacht der Krippenspiele" zusammen und präsentieren ihre Umsetzung der Weihnachtsgeschichte einem fachkundigen Publikum. Krippenspiele sind eine gute und lange Tradition in Christvespern und Weihnachtsgottesdiensten. Sie gehören zum Heiligen Abend wie der Stern über Bethlehem, werden jedoch häufig nur einmal pro Jahr aufgeführt. Deshalb bietet die lange Nacht der Krippenspiele die Gelegenheit es erneut aufzuführen.


Bildungsräume und Meinungsfreiheit - Perspektiven auf Bildung in Sachsen

Am 6. Januar 2026 lädt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche zusammen mit der Evangelischen Akademie Sachsen und weiteren Bildungswerken ab 16:00 Uhr ins Haus der Kirche / Dreikönigskirche in Dresden zu einem Thementag ein, der offen ist für alle Interessierten sowie Lernende und Bildende.

Wir lernen und studieren, quer durch alle Generationen bilden wir uns. Ebenso diskutieren wir, miteinander. Wir diskutieren auch darüber, was gelernt werden darf und muss, was zum Wissenskanon oder Lernstoff gehört und was womöglich nur eine Meinung ist. Und so geraten auch Meinungen in den Blick. Dadurch ist die Meinungsfreiheit selbst zum Diskussionsgegenstand geworden – mit Folgewirkungen auf zahlreiche Diskussions- und Bildungsinhalte selbst. Die Meinungsfreiheit ist ein gesetzlich geschütztes Gut. Aufmerksam werden deshalb immer wieder Bildungsprozesse betrachtet, in denen entweder Meinungsfreiheit erlernt oder geschützt werden muss. Wie kann eine Stärkung der Meinungsfreiheit durch Bildung gelingen? Wie lange können wir einer Meinung sein – aber was bedeutet es für die Bildung, wenn Meinungsverschiedenheiten das Miteinander prägen? Weshalb ist die Auseinandersetzung mit verschiedenen Meinungen auch und gerade in der Bildung notwendig und wie stärken wir die Diskussionskultur? Jedoch: Wo endet die Meinungsfreiheit in der Bildung und wer gibt vor, mit welchem Inhalt und welcher Meinung gelernt werden muss?
 

 


TraumBeruf – Impulstag Personalentwicklung 2026

Am 10. Januar 2026 lädt die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens zum Impulstag Personalentwicklung ins njumii – Das Bildungszentrum des Handwerks Dresden ein. Die Veranstaltung findet von 9:00 bis 16:00 Uhr statt.

Landesbischof Tobias Bilz eröffnet den Impulstag mit einem geistlichen Wort. Den fachlichen Einstieg gestaltet Prof. Dr. Georg Müller-Christ mit seinem Vortrag „Vom Bewahren zum Werden: Transformationskompetenzen für eine Kirche im Wandel“. Darauf folgt ein Einblick in die Personalentwicklung der Landeskirche durch Oberlandeskirchenrätin Dr. Jördis Bürger. Die Workshops starten um 11:30 Uhr und werden nach der Mittagspause fortgeführt. Zum Abschluss fließen alle Ergebnisse im Plenum zusammen; die Veranstaltung endet mit Verabschiedung und Reisesegen. Der Impulstag richtet sich an Personen mit Leitungs- und Personalverantwortung in den Kirchgemeinden sowie an alle, die sich für Fragen der Personalentwicklung in der Landeskirche interessieren.

Die Anmeldung erfolgt über folgenden Link: https://www.evlks.de/aktuelles/impulstag-personalentwicklung-2026


Ökumenischer Fachtag Kirchliche Öffentlichkeitsarbeit Leipzig

Am 17. Januar 2026 findet in der Propsteikirche Leipzig zum ersten mal ein Ökumenischer Fachtag Kirchliche Öffentlichkeitsarbeit statt. Eingeladen sind Haupt- und Ehrenamtliche aller Konfessionen, die in der Öffentlichkeitsarbeit in Kirchgemeinden oder kirchlichen Einrichtungen engagiert sind. In Workshops wird es um Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Fotos, Gestaltung und Fundraising gehen. Vorgestellt werden auch konkrete Tools für die Öffentlichkeitsarbeit.

Informationen und Anmeldung bis zum 9. Januar 2026 hier

 


Tag der offenen Hochschultür und Messe KarriereStart - Informationen zu Ausbildung und Studium

Im Januar werben kirchliche Hochschulen und theologische Fakultäten wieder um neue Studierende. Am 15. Januar 2026 zum "Tag der offenen Hochschulen" laden sie Schülerinnen und Schüler ein, sich vor Ort über die Studiengänge und Studieninhalte zu informieren:

Vom 23. bis 25. Januar 2026 wird die Landeskirche zusammen mit der Diakonie Sachsen mit einem Stand auf der "Karriere Start", der Bildungs-, Job- und Gründermesse in Dresden, auf dem Dresdner Messegelände vertreten sein.


4. Sächsischer Hauskreistag am 31. Januar in Freiberg

Hauskreise sind der Herzschlag unserer Gemeinden – Orte, an denen Glaube lebendig wird, Menschen miteinander Leben teilen und Gott mitten im Alltag begegnen. Am 31. Januar 2026 sind alle Interessierten zum Vierten sächsischen Hauskreistag nach Freiberg eingeladen. Nach einer Keynote von Christina Brudereck: „Himmel im Wohnzimmer. Kirche, die ins Leben passt.“ finden viele Workshops statt. Ein Tag voller Inspiration, Begegnung und Ermutigung für alle, die in einem Hauskreis sind oder einfach neugierig, wie Gemeinschaft im Kleinen groß werden kann.

Programm und Anmeldung hier

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