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Himmelfahrtsfest am 21. Mai in Sachsen

Einige Gottesdienste und Treffen in Wiese, Wald und Flur

DRESDEN – Sächsische Kirchgemeinden bereiten sich vor dem Hintergrund der noch angespannten Situation in der Corona-Pandemie auf das Fest Christi Himmelfahrt am 21. Mai vor. Das bedeutet unter Einhaltung der geltenden Hygiene-Vorschriften, dass in den Kirchen und Gemeindezentren nur ein eingeschränktes Platzangebot zur Verfügung stehen wird. Das ist abhängig vom Abstandsgebot zwischen den Besuchern, der vorfindlichen Raumgröße und einem schlüssigen und transparenten Sicherheitskonzept.

Soweit es das Wetter zulässt, finden traditionell zahlreiche Gottesdienste zu Himmelfahrt als Wald- oder Berggottesdienste im Grünen oder in Pfarrgärten mit anschließendem Picknick (im Partner- und Familienverbund) statt. Für diese gottesdienstlichen Veranstaltungen im Freien gibt es zwar keine Begrenzung auf eine bestimmte Personenanzahl, aber auch hier müssen Abstände eingehalten und ein Schutzkonzept nach den „Rahmenbedingungen kirchlicher Arbeit“ vorliegen.

So ist am Himmelfahrtstag in Markkleeberg um 10:00 Uhr eine Ökumenische Pilgerandacht in der Fahrradkirche Zöbigker mit der Übergabe einer Ikone einer Mutter Gottes durch die Künstlerin Auftakt für den anschließenden Weg zur Laurentiuskirche in Zwenkau. Die Kirchgemeinde Graupa-Liebethal bei Pirna trifft sich zur gleichen Zeit im Sachsenforst unterhalb des Borsberges und bei Grimma kommen Christen um 10:15 Uhr auf dem Galgenberg zwischen Grimma und Döben zusammen.

Neben vielen Gemeinden, die ihre Himmelfahrtsgottesdienste ins Freie verlegen, sind traditionelle „Großveranstaltungen“ als zentrale Gottesdienste einer Region abgesagt worden. So wird auf dem Bezelberg für die umliegenden Vogtlandgemeinden kein Open-Air-Gottesdienst mit 1.000 Personen stattfinden. Dafür wird vor der Göltzschtalbrücke um 10:00 Uhr ein Autogottesdienst angeboten. Unter dem Motto „Highway to heaven“ laden die evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden Reichenbach, Mylau, Neumark, Netzschkau, Limbach, Elsterberg, Ruppertsgrün und Jocketa ein. Wiederum das regionale Treffen im Schloßpark Lichtenwalde bei Chemnitz ist abgesagt worden. Stattdessen feiern die Gemeinden in Chemnitz-Ebersbach, Frankenberg und Flöha-Niederwiesa in ihren Kirchen Gottesdienst.

In der Kirchgemeinde Waldheim-Geringswalde wird Christi Himmelfahrt anstatt zentral im Kirchenforst in diesem Jahr ebenfalls dezentral gefeiert. In zehn der elf Kirchen gibt es kurze Gottesdienste. Fünf Prediger und sechs Organisten sorgen für die Ausgestaltung. In Waldheim, wo derzeit die Kirche renoviert wird, gibt es zwischen 9:00 und 11:00 Uhr Gottesdienststationen für Familien.
Ebenfalls gestrichen sind ein Ökumenischer Gottesdienst auf dem Liebschützberg bei Strehla mit Landesbischof Tobias Bilz und ein Ökumenischer Gottesdienst in der Dresdner Flughafenkapelle.

Kirchenmusikalisch erwacht so langsam das Leben auch mit einer anfänglich kleineren Besucher- und Zuhörerschaft. Überbrückt wurde der Shutdown mit zahlreichen Online-Initiativen in solistischer Begleitung von Gottesdiensten und Andachten, dem Turmblasen oder einem musikalischen Gruß im Außenbereich von Alten- und Pflegeheimen, aber auch kleineren Konzerten im Regional-Fernsehen und bei YouTube sowie in verschiedenen Sonderprogrammen aus Sachsens City-Kirchen.

Unter den Arkaden an der Chemnitzer Jakobikirche beginnt mit einem Posaunenchor eine Bläserandacht am Himmelfahrtstag um 9:30 Uhr. Nach dem Himmelfahrtsgottesdienst in der Dresdner Kreuzkirche mit einzelnen Männerstimmen des Dresdner Kreuzchores findet am Nachtmittag um 15:00 Uhr „Orgel Punkt Drei“ mit Kirchenmusik statt. Allerdings wird es bis auf absehbare Zeit keine größeren Konzerte mit Orchester und großer Chorbesetzung geben.

Das seit dem 4. Jahrhundert gefeierte Fest zu Christi Himmelfahrt stellt eine Wegmarke im christlichen Jahreskreis dar und erinnert daran, dass sich nach dem Bericht des Evangelisten Lukas im Neuen Testament Jesus Christus vierzig Tage nach seiner Auferstehung von den Toten seinen Jüngern gezeigt hat. Danach sei er auf den Platz zur Rechten Gottes erhoben worden und Gott habe damit die Wahrheit der Botschaft Jesu bestätigt. Das dritte große Christusfest nach Weihnachten und Ostern wird am 31.Mai/1. Juni mit Pfingsten gefeiert.


Weitere Informationen

Landeskirchlicher Kollektenaufruf zu Himmelfahrt

Die Kollekte, die zu Christi Himmelfahrt in den sächsischen Kirchgemeinden gesammelt wird, ist für die „Weltmission“ bestimmt.

Ihre Spende überweisen Sie auf das Konto der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens oder nutzen den nachstehenden Button für eine Onlinespende.

IBAN DE06 3506 0190 1600 8000 15

Verwendungszweck [unbedingt angeben!] Kollekte Himmelfahrt 21.05.2020

 

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