Kirchenmusik

Singen und Musizieren in der Gemeinde

Singen macht Spaß! Jeder Gottesdienst ist ein Angebot, in das Lob Gottes einzustimmen und Teil der singenden Gemeinde zu sein. Wer dazu im Chor mitsingen, musizieren oder sich musikalisch fortbilden will, findet in der Landeskirche zahlreiche Angebote.

Singen

Singen ist das Fundament lutherischer Kirchenmusik. Komponisten und Textdichter haben versucht, ihren Gedanken und Gefühlen, die sie mit ihrem christlichen Glauben und der Beziehung zu Gott verbinden, Ausdruck zu geben: in Musik und Text. Dies findet ein Echo im Gesang der Gemeinde.

Musik hilft, vom Unsagbaren zu sprechen. Wer von einem Lied angerührt wurde, spürt es: Man lässt sich mittragen vom Schwung einer Melodie; der Text des Liedes „spricht“ einen an, und man hört ihn neu, persönlich. Musik ist auch Stille und Konzentration. Beim Singen hört man in sich hinein.

Genauso verströmt Singen aber auch Energie, umso mehr, wenn man zusammen singt. Ein voller Chorklang oder der Gemeindegesang einer vollbesetzten Kirche verströmt eine Atmosphäre der Gemeinschaft, in der sich jeder Mitsänger aufgehoben fühlen kann.

Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich und man vergißt über sie alle Laster.

Martin Luther

Kleiner Tipp für „Nicht-Sänger“

Jeder Mensch kann singen. Wirklich? Zumindest gibt es Menschen, die sich nicht recht zu singen trauen. Sie haben keine oder wenig Übung und scheuen sich deshalb davor, im Gottesdienst mitzusingen.

Für diese Menschen gilt: Nur Mut! Jeder singt nach seinen Möglichkeiten. Und es ist erwiesen: Singen macht Spaß! Auch wenn man sich zu Anfang vielleicht etwas überwinden muss.

Hier hilft der Gemeindegesang. Man kann sich „anhängen“, wenn man die Melodie nicht kennt, oder sich im Klang „verstecken“, wenn man unsicher ist. Und mit der Zeit wird es immer besser gehen.


Singen in Kurrende und Chor

Wer Freude am gemeinsamen Singen hat, kann sich einem Chor anschließen. Über 26.000 Menschen sind in den mehr als 700 Chören und Kantoreien der sächsischen Landeskirche aktiv. Eine besondere sächsische Chortradition für Kinder sind die Kurrenden, dazu kommen Jugendchöre und Kantoreien. Ihr Repertoire reicht von klassischer mehrstimmiger Kirchenchormusik des 19. Jahrhunderts bis zu Gospel und Spirituals.

Dazu bietet die Landeskirche regelmäßig Singwochen und Rüstzeiten an. Dort können Sängerinnen und Sänger gemeinsam singen und an ihrer Stimmbildung feilen.

Chor in der Nähe?

Die Chordatenbank auf der Website des Kirchenchorwerkes gibt Auskunft über die Chöre einer Region.

 

 

 

Musizieren

Musik kann Gemüter bewegen, das weiß man seit biblischen Zeiten. Im Alten Testament kommen Harfen, Flöten, Zimbeln, Hörner, Trompeten und Posaunen vor. Nach der Befreiung des Volkes Israel schlug Mirijam die Pauke. Wenn David vor Saul auf der Harfe spielte, ging es Saul besser und der böse Geist wich von ihm. Musik kann loben und klagen, beruhigen und beleben, jubeln und heilen.

In vielen Instrumentalensembles bringen sich Menschen mit ihren musikalischen Fertigkeiten ein, bilden sich weiter, arbeiten zusammen und haben viel Spaß. Für die Gemeinde, in der Gemeinschaft mit Gott und den Menschen.


Orgel

Das Spiel der Orgel eröffnet den Gottesdienst und schafft eine Stimmung der Ruhe und der Erwartung auf die gemeinsame Feier. Dann begleitet sie den Gesang der Gemeinde. Seit Orgeln in die Kirchen eingezogen sind, sind sie ein klingendes Markenzeichen des Christlichen in Europa geworden. Wo es keine Orgel gibt, hilft ein Klavier aus.

 

 


Posaunenchöre

Eine besondere evangelische Tradition sind die Posaunenchöre, die es in vielen sächsischen Gemeinden gibt. Neben Posaunen wirken auch andere Blechblasinstrumente, manchmal sogar Holzblasinstrumente mit. Das Repertoire sind meist 4-stimmige Bläsersätze.

Die Posaunenchöre in den Gemeinden Sachsens werden von der Sächsischen Posaunenmission e. V. unterstützt, begleitet und gefördert.


Instrumentalkreise

Daneben gibt es eine Zahl an Instrumentalkreisen, z.B. Blockflötengruppen. Diese Ensembles wirken oft mit Chören zusammen.

Die Instrumentalkreise sind organisiert unter dem Dach des Kirchenchorwerkes der Landeskirche.


Kirchenbands

Auch Popularmusik hat ihren Platz in der Kirche. Kirchenbands, die meist aus den Kreisen der Jungen Gemeinde hervorgehen, spielen moderne Kirchenlieder, die bei Jugendlichen gut ankommen.

Um die Kirchenbands kümmert sich der Referent für musikalisch-kulturelle Bildung im Landesjugendpfarramt.

Lernen

Wer ein Instrument spielen, in der Gruppe Musik machen oder in einem Chor anspruchsvolle Werke aufführen möchte, muss es lernen. Das ist nicht einfach, aber es bringt Befriedigung und Spaß, mit Geist und Körper Musik zu machen.

Viele Gemeinden bieten ihren Mitgliedern musikalische Ausbildungen an. Hauptamtliche  Kantorinnen und Kantoren geben nebenamtlichen Organisten Unterricht. Pädagogen veranstalten musikalische Früherziehung und geben Instrumentalunterricht für Jung und Alt.

Interessierte informieren sich in ihren Ortsgemeinden oder bei den im Folgenden genannten Einrichtungen.



Kurrende und Musikalische Früherziehung

Die Kinderchöre/Kurrenden sind für Kinder ab 6 Jahren ein guter Einstieg in das Chorsingen.
Viele Kurrenden sind als Singschule aufgebaut mit in der Schwierigkeit aufsteigenden Abteilungen, beginnend mit musikalischer Früherziehung über mehrere Stufen bis zum Jugendchor.

Dabei werden neben dem Kennenlernen der Stimme auch musiktheoretische Kenntnisse wie Rhythmik, Intervallhören und Blattsingen vermittelt. In manchen Kantoreien wird auch Einzelstimmbildung oder Flötenunterricht für Kinder und Erwachsene als Ergänzung angeboten.

Die Chordatenbank auf der Website des Kirchenchorwerkes gibt Auskunft über die Kurrenden einer Region.


Blechblasinstrument lernen

Um das Erlernen eines Blechblasinstrumentes  kümmert sich die Sächsische Posaunenmission e. V. und vermittelt Lehrer vor Ort.


Orgelspiel lernen

Um das Erlernen des Orgelspiels kümmern sich die Kirchenmusikdirektoren in den Kirchenbezirken und vermitteln möglichst ortsnahe Lehrer.


Gitarre lernen

Lehrer für das Gitarrenspiel vermittelt der Referent für musikalisch-kulturelle Bildung im Landesjugendpfarramt.


Kirchenmusikalische Ausbildung (D-Ausbildung)

Wer in die kirchenmusikalische D-Ausbildung, welche, von der Landeskirche finanziert, in den Kirchenbezirken stattfindet, aufgenommen werden will, muss vorher Klavierspielkenntnisse erworben haben. Deshalb unterrichten viele Kantoren auch nebenbei das Klavierspiel.

Weitere Informationen zur D-Ausbildung finden sich im Arbeitsfeld Kirchenmusik auf dem Portal "engagiert".


Aus-, Fort- und Weiterbildungen

Um Aus-, Fort- und Weiterbildung kümmern sich

  • die kirchenmusikalischen Einrichtungen der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
  • die Arbeitsstelle Kirchenmusik
  • die Hochschule für Kirchenmusik Dresden
  • das Kirchenchorwerk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
  • das Ev.-Luth. Landesjugendpfarramt Sachsens (Referat für Jugendmusik und Bandarbeit)
  • Sächsische Posaunenmission e. V.
  • der Verband evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker Deutschlands, Landesverband Sachsens e. V.

In der jährlich erscheinenden Broschüre Hast Du Töne? werden Singwochen, Rüstzeiten, Seminare und Fortbildungen veröffentlicht. Die Arbeitsstelle Kirchenmusik vermittelt gern zu den richtigen Ansprechpartnern.

Arbeitsstelle Kirchenmusik
Käthe-Kollwitz-Ufer 97
01309 Dresden

Telefon: 0351 3186440
Fax: 0351 3186442
E-Mail:

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Rüstzeiten, Seminare, Fortbildungen für alle Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker im Haupt-, Neben- und Ehrenamt, für Sängerinnen und Sänger, Spielerinnen und Spieler und alle, die das eine oder andere noch werden wollen, in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens und darüber hinaus.

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